Am 11./12. September war ich beim Deutschen Fußball-Bund e.V. am Campus Frankfurt. Dort durfte ich als Referent an der neuen DFB-Ausbilderlizenz (also „Coach Developer“) mitwirken (vgl. Link)
Referent oder Referentin sein heißt heute nicht mehr „Halte ein Referat“, sondern das geht ganz im Stil des gemischt-verteilt-verbundenen Lernens so:
- Vor drei Wochen gabs eine Online-Konferenz, da habe ich mich mit Wolfgang Möbius (dem Leiter) in einem kurzen Interview über das Thema „Qualitätssicherung von Unterricht“ gesprochen; der Interviewstil soll das Thema für alle Tn. eher kurzweilig aufschließen und für die nachfolgende Online-Phase motivieren!
- In dieser Online-Phase (asynchron) waren die Tn. eingeladen u.a. einen Video-Vortrag von mir (~ 15 Minuten) mit Fokus „Blended Learning“ zu kommentieren, d.h. Fragen zu stellen und Anmerkungen zu machen. Ich habe die gut 50 über 10 Tage eintrudelnden Kommentare dazu genutzt, mit den Tn. in einen Dialog zu kommen, d.h. Fragen zu beantworten oder neue Fragen zu stellen. Man kommt also in einen 1:1 Kontakt, alle sehen alles, was der Transparenzkultur dient.
- Es folgte die Präsenzphase in Frankfurt. Am Abend sah ich die Tn. zum ersten Mal im World Café „in echt“; man kommt schnell ins Gespräch, weil der (mentale) Dialog ja schon läuft. Sicher ist auch: In der Präsenz (mit dem Vorspiel!) geht es tiefer und direkter.
- Am Folgetag gab es für mich zwei Slots à 45 Minuten, um mit einer Auswahl der Tn. über Qualitätssicherung von Unterricht zu sprechen. Im Zentrum stand der Begriff „Qualitätsethos“, den ich mit 4 kleinen Fällen stimulieren und sichtbar machen wollte. Ohne Ethos laufen QS-Methoden ins Leere.
- Was jetzt im Nachgang noch folgt, ist ein kleines Booklet zur „Qualitätssicherung“, in dem die Evaluationsforschung auf ein Maximum eingedampft ist.
So geht das also mit dem gemischt-verteilt-verbundenen Lernen. Immer kann man das nicht so machen, aber bei einem Piloten „Ausbilderlizenz“ sollte man sich schon mal ins Zeug legen!