Als ich vor 13 Jahren meinen ersten Arbeitstag bei Siemens im dortigen Unternehmensreferat Wissensmanagement als Werksdoktorand begann, musste ich Herrn Dr. Hofer-Alfeis einen Besuch abstatten – alle nannten ihn den Professor. Er fragte mich, worüber ich promovieren wolle. „Ich möchte gern ein Analogietraining für Wissensarbeiter entwickeln“, antwortete ich. Er schmunzelte und sagte: „Es gibt Arbeiter an den Maschinen, die stanzen, die machen die Arbeit. Es gibt Werksleiter, welche die Arbeit der Arbeiter koordinieren. Es gibt Manager, die sagen, wo es lang geht und wie man Geld mit all der Arbeit verdient. Neuerdings gibt Wissensmanager (wie er), die die Manager beraten, ihnen sagen, wie man ‚Wissen managt‘. Und nun kommen Sie und wollen die Wissensmanager beraten, wie sie das Unmögliche tun. Herr Vohle, Sie haben keine Vorstellung davon, wie weit Sie von der Wertschöpfung entfernt sind.“ Tja, ich wusste nicht so recht was ich antworten sollte und verließ verschämt den Raum. … Diese Woche unterhielt ich mich mit einem Kollegen, der Sportverbände berät. Ich erzählte ihm meine Geschichte. Er bemerkte knapp: Bei mir ist es das Gleiche; die Spieler sagen, ich könne doch gar kein Fußballspielen!
Wo wird also nun Wert geschöpft? An der Werkbank, auf dem Fußballplatz oder daneben? Die Antwort ist klar: „Auf’m Platz ist wichtig“. Doch schon längst hat sich ein neues (Wissens)Spiel quasi „jenseits dem Arbeits- und Spielfeld“ entwickelt, mit eigenen Regeln, körperlos, mit anderen Zeit- und Raumperspektiven. In diesem Spiel werden neue Bedingungen für das Basisspiel oder besser die Basisspiele erfunden – eine Wertschöpfung anderer Art: Es geht um Professionalisierung, Output- oder Kompetenzorientierung, Transparenz, (Kosten)Effizienz, Qualität, Kollaboration, Kommunikation, Synergie, Coopetition … die unsichtbaren oder zumindest schwer zu fassende Größen in modernen Organisationen. Und da ist es egal, ob wir in den Sportverband, in Hilfsorganisationen, in eine Bank oder in ein Großunternehmen wie Siemens schauen. Damals bei Herrn Hofer-Alfeis hätte ich sagen sollen: Auf’n Platz ist wichtig, daneben aber auch!
Über die Doktorarbeit von Frau Schavan ist schon Vieles gesagt worden. Im Dickicht der Ansichten und Einsichten kommt es mir manchmal so vor, als ob man nicht so recht weiß, wo die Grenze zwischen Erlaubten und Unerlaubten liegt: sind es 5% oder 50% der Fehlzitate, ist es die hinter den Auslassungen vermutete Absicht oder nur eine Nachlässigkeit oder, oder? All das kommt mir reichlich willkürlich vor denn mir fehlt ein theoretisches Unterscheidungskriterium, wann man von unwissenschaftlichem sowie außerwissenschaftlichem Verhalten sprechen kann. Dazu eine hoffentlich hilfreiche Analogie.
Der Begriff „Soziale Innovation" ist mir zum ersten Mal in der
Am Donnerstag/Freitag haben wir den dritten und letzten Workshop im Projekt „
Im SALTO-Teilprojekt des Deutschen Tischtennis Bundes e.V. geht es weiter zügig voran; am Donnerstag haben wir uns im erweiterten Kreis in Frankfurt zum Austausch getroffen. Zunächst ging es darum, den Vertretern (die Frauenbesetzung ist noch dünne) aus Bayern, Hessen, Rheinland, Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg die Struktur der bisherigen Praxis zum Blended Learning im DTTB (A-Kurs) zu vermitteln, tiefere Eindrücke zu den Lernwerkzeugen zu geben. Ebenso haben wir neue Einsatzszenarien identifiziert, die bisher noch nicht gesehen wurden.
Mario Heller
Am Mittwoch war ich zusammen mit Markus Söhngen (im Bild) auf der Tagung „
Gestern war ich auf einer Tagung des Deutschen Hochschulverbandes (