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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Stunde 56 Minuten

Handbook of Learning Analytics

Juni 1, 2017 - 15:07

In der Einführung wird darauf hingewiesen, dass Learning Analytics noch ein recht junges Feld ist. 2011 hat die erste Konferenz zum Thema stattgefunden. Seitdem ist das Interesse gestiegen, und 2016 wurde es bereits im Horizon Report unter den Trends aufgeführt, die sich kurzfristig im Hochschulbereich durchsetzen werden. Auf der anderen Seite gibt es immer noch Fragezeichen, wenn es um konkrete Projekte, Anwendungen und ihren Praxiseinsatz geht. Erst recht, wenn man nicht nur auf die Hochschulen, sondern auch auf die Weiterbildung schaut. Vielleicht kann das aktuelle Handbuch die eine oder andere Lücke schließen. Es steht mit allen Artikeln offen unter einer CC-Lizenz im Netz. 356 Seiten, aufgeteilt in vier Sektionen: “Foundational Concepts”, “Techniques & Approaches”, “Applications”, “Institutional Strategies & Systems Perspektives”.
Charles Lang, George Siemens, Alyssa Wise und Dragan Gašević, SoLAR, 2017

Duale Ausbildung. Wenn das Gleis zur Sackgasse wird

Juni 1, 2017 - 09:13

Schon ein paar Tage alt, aber gerade erst in meinen Newsströmen gelandet: Die Nachricht kratzt am Lack der dualen Ausbildung bzw. jeder (zu) frühen Spezialisierung in der Bildung. Denn eine aktuelle Studie zeigt auf, “dass eine berufsspezifische Bildung den Eintritt der Absolventen in den Arbeitsmarkt in der Tat erleichtert, mit zunehmendem Alter aber die Beschäftigungsperspektiven verringert”. Dabei plädiert der Autor keineswegs für die Abschaffung des Dualen Systems, sondern für eine neue Schwerpunktsetzung:

“Den Azubis sollten Kompetenzen vermittelt werden, die über enge Berufsfelder hinausgehen, lebenslanges Lernen erleichtern und ihnen auch später noch nützen, wenn sich die Anforderungen der Wirtschaft verändert haben.”
Ludger Wößmann, faz.net, 20. Februar 2017

A very brief introduction to Personal Knowledge Management

Mai 31, 2017 - 13:14

Monika Schlatter hat das Stichwort, das am Montag in der Ottobock-Woche unseres MOOCathons fiel, gleich aufgenommen: Persönliches Wissensmanagement oder Personal Knowledge Management (PKM). In ihrem Beitrag stellt sie das Seek - Sense - Share-Modell von Harold Jarche vor, stellt die Verbindung zu “social learning” her und beschreibt Startpunkte wie Twitter. Ein wichtiger Einstiegspunkt für das Thema Lernen.
Monika Schlatter, Relatris’ Blog, 30. Mai 2017

After the Hype, Do MOOC Ventures Like edX Still Matter?

Mai 30, 2017 - 15:37

Ein interessantes Interview mit Anant Agarwal, dem Chief Executive von edX. Im ersten Teil erfährt man, dass edX als Nonprofit doch etwas anders zu ticken vorgibt als die anderen MOOC-Plattformen. Überhaupt, dass man noch von MOOCs spricht! Und die eigene Plattform als Open Source freigibt. Im zweiten Teil bohrt die Fragestellerin nach und fragt, ob MicroMasters und andere Kursangebote schon die Antwort auf das “Bildung für alle” sind. Anant Agarwal:

“We have 1,400 courses on edX, and we’re just getting started. It’s only five years. And so we have 11 million students who’ve taken 40 million courses on edX. And this movement is growing exponentially. And people are learning for free in the millions. And so, has it educated the world? No. But give us time.”
Goldie Blumenstyk, Interview mit Anant Agarwal, The Chronicle of Higher Education, 26. Mai 2017

Who’s responsible for Modern Workplace Learning? We all are!

Mai 30, 2017 - 09:41

In der heutigen Arbeitswelt kann Weiterbildung/ Lernen nicht mehr an Learning & Development delegiert werden. Mitarbeiter und Manager steuern es selbst, und Learning & Development Professionals unterstützen sie dabei. Aber das bringt natürlich ein neues Rollenprofil und neue Aufgaben mit sich. Jane Hart schreibt deshalb L&D drei Arbeitsschritte ins Aufgabenheft (verbunden mit kleinen Werbeblöcken):

“- Building your own modern professional skills …
- Becoming a social team …
- Designing the new services that your team will offer to the business …”

Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 30. Mai 2017

The Digital Revolution Will Not Be Powerpointed (nor MOOCed)

Mai 30, 2017 - 08:15

Alan Levine hat noch einmal einen klassischen MOOC versucht, über “The Active Citizen in the Digital Age”. Wie selbst befürchtet, ist er wieder nicht weit gekommen. Darüber schreibt er, klug und amüsant (”The course is offered by Stanford, you know the place where some believe MOOCs were invented (Canadians get no respect).” Seine Quintessenz und Frage: Wie kann man einen Kurs über Aktivismus in einem MOOC lehren, mit PowerPoint und Forumsbeiträgen, und nicht im Netz und in den Communities, wo sich aktive Menschen engagieren?

Und: “I find most courses, also academic presentations ignore the basic tenants of film and storytelling to lead strong, to hook people in, and to take them on a story shape of a journey where the end is not revealed at the start.”
Alan Levine, CogDogBlog, 22. Mai 2017

Ottobock #cl2025: Zurück in die Zukunft – was müssen wir beachten, wenn wir Lernen 4.0 in einem traditionellen und gleichzeitig innovativen Familienunternehmen verankern wollen?

Mai 29, 2017 - 15:24

Tradition und Innovation, ein Dreiklang aus Mindset, Lernkultur und Technologie und die Einladung zu einer Entdeckungsreise: das sind einige Stichworte, die ich aus der sehr lebendigen und engagierten Live-Session des Ottobock-Teams zum heutigen Start der Kurswoche mitgenommen habe. Ich bin gespannt …

“Dazu gehen wir zusammen Schritt für Schritt vor - indem ihr euer eigenes Lernverhalten beleuchtet, die Lernkultur um euch herum betrachtet und euch anschaut, welche Rolle Technologie zurzeit für das Lernen spielt. Wir nehmen täglich eine Etappe in Angriff und ziehen dann am Freitag die Bilanz aus unseren Erkenntnissen.”
Corporate Learning, Community, 29. Mai 2017

„Virtually Connecting“ – jetzt auch in Deutschland

Mai 29, 2017 - 14:37

Das ist neu (für mich): “Virtually Connecting ist eine Praxis von Open Education, die den Zugang zu Bildungsveranstaltungen erleichtern will.” Und wenn ich die Hinweise von Martina Emke und Christian Friedrich in diesem Interview richtig verstanden habe, dann geht es vor allem darum, die virtuelle Partizipation auf Konferenzen zu stärken - und zwar über das Live-Streaming und den Hashtag hinaus. Dafür gibt es sogar schon eine Webseite (http://virtuallyconnecting.org), ein Virtual Connecting Manifesto und erste Rollenkonzepte. Man versteht sich, so Christian Friedrich, selbst als Community. Beziehungsweise als “guerilla connectors”, wie es im Manifest so schön heißt.
Jöran Muuß-Merholz, OERinfo - Informationsstelle OER, 23. Mai 2017

Education Technology as ‘The New Normal’

Mai 26, 2017 - 04:41

Education Technology, EdTech, neue Technologien in der Weiterbildung: Sie haben eine lange Geschichte. Aus dieser Geschichte kann man, muss man lernen, so Audrey Watters in diesem Transcript. Haben sie etwas verbessert? Oder haben sie bestehenden Strukturen nur eine neue Form gegeben? Wenn Audrey Watters ins Silicon Valley blickt, sieht sie nichts Positives. Neue Technologien “to ‘do more with less’”. “Personalization”, “Uberification”. “I’d argue new technologies are prompting schools to acquiesce to, to merge with “Silicon Valley’s ways,” with surveillance capitalism, for example.”

Am Ende bekommt sie kaum noch den Bogen: “We need to rethink our practices. We have to forgo “personalization.” We must do this through collective action, through community. We do this through action oriented around social and racial justice. We do this through democracy. (And through art.)”
Audrey Watters, Hack Education, 24. Mai 2017

Kollektiv lernen oder individuell doof – KI & Cognitive Computing

Mai 26, 2017 - 04:09

Ja, das kann man sich zwischen Feiertag und Wochenende einmal anschauen: Gunter Dueck und Frank Eilers spielen Experte und Taxifahrer und werfen sich einige Stichworte zu. Sie kommen dabei so weit, so weit man halt in 7:19 Min. oder mit 9,80 Euro kommt. Es gibt übrigens bereits eine Reihe von Taxifahrten
Dueck und Eilers, Taxi Sessions, YouTube, 22. Mai 2017

Referenzrahmen für digitale und unternehmerische Kompetenzen

Mai 24, 2017 - 14:12

Die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung, kurz NA beim BIBB, berichtet: “In der vergangenen Woche hat die Europäische Kommission eine überarbeitete Version des Referenzrahmens für digitale Kompetenzen vorgelegt. Die Kompetenzstufen wurden von drei auf acht erweitert.”

Was bietet nun “The Digital Competence Framework for Citizens”? Erstens: Im Mittelpunkt des Referenzrahmens stehen 5 Kompetenzen: “Area 1: information and data literacy, area 2: communication and collaboration, area 3: digital content creation, area 4: safety, area 5: problem solving”. Hinter jeder Kompetenz steht eine Reihe von Dimensionen, die beschreiben, was zum Beispiel unter “safety” zusammengefasst wird. (more…)

Der Kahoot-Sog und die Gefahr der Quizifizierung der digitalen Bildung

Mai 23, 2017 - 17:00

Ich habe Kahoot auch schon einige Male in Workshops eingesetzt und weiß, worauf Philippe Wampfler hier anspielt. Allerdings bin ich noch nicht auf die Idee gekommen, den Einsatz dieses Tools mit Lernprozessen zu verbinden. Eher andersherum: Es bricht formale Lernkontexte auf spielerische Art und Weise auf. Und hat den Vorteil, dass es mit den Geräten (Smartphones) und in den Umgebungen (Cloud) passiert, um die es idealerweise ohnehin geht.
Philippe Wampfler, Schule Social Media, 19. Mai 2017

From Pikachu to Patients: The Rise and Rise of Augmented Reality

Mai 23, 2017 - 15:36

Ein kurzer Weckruf in Sachen Augmented Reality (AR): Nachdem Pokemon Go wieder von den Straßen verschwunden ist, bleibt die Frage, ob und wie AR in Learning & Development genutzt werden kann. Jeremy Miles blickt zurück auf den Hype, führt verschiedene Praxisbeispiele an und skizziert drei Einsatzszenarien: “Training at the point of need”, “The ultimate test bed”, “Collaboration”. Dreh- und Angelpunkt bilden dabei die Smartphones, die heute jeder mit sich führt.
Jeremy Miles, GP Strategies, 22. Mai 2017

Lernen und Arbeiten verbinden

Mai 23, 2017 - 04:29

Werner Sauter hat - wie immer sehr komprimiert - festgehalten, was aus seiner Sicht kompetenzorientierte Lernarrangements auszeichnet. Das beginnt mit der kurzen Verständigung darüber, was Kompetenzen eigentlich sind, und führt über das Stichwort “Ermöglichungsdidaktik” zum notwendigen Paradigmenwechsel in Corporate Learning. Am Ende steht eine Lernarchitektur, die die Kompetenzentwicklung auf der Praxisstufe, der Coachingstufe und der Trainingsstufe unterstützt, oder: Social Workplace Learning.

Das gesamte Bild, das Werner Sauter zeichnet, ist nicht trivial. Und er zeichnet es genau bis zu dem Punkt, wo man sich fragen muss: Wann tritt auch eine Ermöglichungsdidaktik zurück und das selbstorganisierte Lernen beginnt wirklich? Das wäre dann Corporate Learning auf Abruf sozusagen.
Werner Sauter, Weiterbildung, 3/ 2017 (via Blended Solutions Blog)

Lernen = Neues entdecken – Teaser Continental Woche

Mai 22, 2017 - 05:59

Harald Schirmer, in der Edu-/ Knowledge Community kein Unbekannter, lädt im Namen der Continental AG zur dritten Kurswoche unseres Corporate Learning 2025 MOOCathons ein. In seinem Teaser plädiert er für Neugierde, für Unfertiges, für Lücken und Offenheit und für Lehrende, die fragen. Notiert habe ich mir noch: “Beim Lernen geht es nicht um KÖNNEN, sondern um MACHEN und den Prozess des WERDENS.” Zusätzlich hat er seine Einladung noch in einen sehenswerten kleinen Film gepackt! Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht …
Harald Schirmer, Corporate Learning Community, 17. Mai 2017

The Rise of Educational Technology as a Sociocultural and Ideological Phenomenon

Mai 22, 2017 - 04:48

Der Vortrag von Markus Deimann auf der AG-E Frühjahrstagung letzte Woche und seine Ausführungen über die “kalifornische Ideologie” haben mich noch einmal zu diesem Artikel geführt, der bereits vor einigen Wochen erschienen und dann in meiner Ablage liegengeblieben ist. Darin versuchen die Autoren, die aktuelle Begeisterung - vor allem von Investoren - für EdTech einzuordnen, eine Begeisterung, die in den USA ihren Ursprung und ihre speziellen Gründe haben mag, aber die natürlich in verschiedenen Formen auch hierzulande die Diskussionen und die Fantasien beflügelt: als Ideologie (”Neoliberalism”), in Form von Trends (”personalized learning”) sowie über Produkte, die global ihre Märkte suchen.

“In this article, we posit that the rise of broad cultural interest in edtech is a sociocultural and ideological phenomenon. In particular, we assert that edtech
- is a response to the increasing price of higher education;
- represents a shift in political thought from government oversight to free-market oversight of education;
- is symptomatic of the belief that education, like training, is a product to be packaged, automated, and delivered; and
- is symptomatic of the technocentric belief that technology is a solution to the perils facing education.”

George Veletsianos und Rolin Moe, EDUCAUSE Review, 10. April 2017

Für jeden das Passende

Mai 19, 2017 - 16:52

Für jeden das passende Lernangebot, möglich durch den gezielten Einsatz von Lernsystemen und -programmen. Jörg Dräger fasst hier noch einmal seine Thesen zusammen: wie digitale Werkzeuge zu “mehr Zeit für das Wesentliche: individuelle Förderung und Persönlichkeitsbildung” führen. Seine Beispiele sind die amerikanische Initiative New Classrooms, das Konzept des Flipped Classroom und MOOC-Absolventin Khadi­ja Niazi.

“Natürlich können siebenminütige Lernvideos keine Persönlichkeitsbildung ersetzen und Computertechnik nicht die Bindung zwischen Lehrer und Schüler. Was sie jedoch können, ist, Freiräume genau dafür zu schaffen.”
Jörg Dräger, Bertelsmann Stiftung/ Digitalisierung der Bildung, 19. Mai 2017

Digitalisierung der Bildung: neue Anbieter, neue Modelle und neue Zielgruppen auf dem Weiterbildungsmarkt

Mai 19, 2017 - 06:14

Für die AG-E Frühjahrstagung der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) habe ich meinen Überblick über den (digitalen) Weiterbildungsmarkt aktualisiert: Von MOOCs, über LinkedIn Learning bis zu einigen kurzen Anmerkungen darüber, warum das netzgestützte Lernen heute mit dem e-Learning von gestern wenig zu tun hat.

Die Tagung fand im schönen Leibnizhaus in Hannover statt. Eine unsichtbare Hand hatte dafür gesorgt, dass Markus Deimann (FH Lübeck) einige Minuten vorher in die “kalifornische Ideologie” eingeführt hatte, so dass der theoretische Boden meines Vortrags gelegt war (”Warum wir für Arbeit 4.0 nicht Bildung 4.0 brauchen”). In weiteren Beiträgen informierte u.a. Sebastian Horndasch (Stifterverband für die deutsche Wissenschaft) über die Ergebnisse einer Studie des Hochschulforums Digitalisierung, die sich mit den digitalen Weiterbildungsangeboten an deutschen Hochschulen beschäftigte. Und Hartmut Hirsch-Kreinsen (TU Dortmund) führte aus, dass es zur Frage nach den Auswirkungen der Automatisierung auf Jobs und Kompetenzprofile nicht nur die Antwort von Frey/ Osborne gibt. Sehr schön war auch die Einbindung von Twitter in den Tagungsablauf: Nach jedem Vortrag wurde kurz geprüft, ob es noch Fragen oder Anmerkungen aus der Netzcommunity gab. Und zum Abschluss der Tagung boten die Gastgeber eine 15-minütige Auswertung der gesamten Twitter-Kommunikation. Das war in dieser Schnelligkeit beeindruckend und informativ.
Jochen Robes, SlideShare, 19. Mai 2017

Digitalisierung der Bildung: neue Anbieter, neue Modelle und neue Zielgruppen auf dem Weiterbildungsmarkt from Jochen Robes

Bildquelle: Axel Hindemith/ Wikipedia

LinkedIn Flexes Its Muscles, Starts Recommending LinkedIn Learning Courses on Profile Pages

Mai 17, 2017 - 19:23

Vor knapp zwei Jahren hat LinkedIn für 1,5 Milliarden Dollar Lynda.com übernommen, einen Anbieter von Videotutorials. Letztes Jahr wurde daraus LinkedIn Learning. Jetzt ist LinkedIn dabei, den Kreis zu schließen und Nutzerprofile und Videotutorials näher zusammenzubringen. Da geht sicher noch mehr, wenn man sich überlegt, was man mit den Daten über Stellengesuche noch alles tun kann. Und dann ist LinkedIn ja selbst Teil der Microsoft-Familie. Dhawal Shah bringt uns auf den neuesten Stand.
Dhawal Shah, Class Central, 8. Mai 2017

New Educonomy

Mai 17, 2017 - 14:13

Auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gibt es jetzt den Themenschwerpunkt “New Educonomy”. Dabei geht es auch um Lernplattformen und e-Learning, aber das allein wäre ja mehr “Old Educonomy”:

“Bildungs-Startups, Education-Rabatte, gesponserte Tablet-Klassen - Digitale Bildung wird von der Wirtschaft zunehmend als Geschäftsfeld entdeckt. Wie sind solche Entwicklungen zu bewerten? Der Themenschwerpunkt gibt einen Überblick über einflussreiche Entwicklungen, Produkte und Strategien und soll für die Ökonomisierung des Bildungssektors sensibilisieren.”

Die Wirtschaft, das sind vor allem die großen IT-Unternehmen wie Apple, Samsung, Microsoft und Google, aber auch die bekannten Schulbuchverlage; und das Spielfeld der digitalen Bildung, das im Mittelpunkt steht, ist natürlich die Schule, weil hier noch der öffentliche Auftrag großgeschrieben wird und die notwendige “Reibungsfläche” erzeugt. Der Themenschwerpunkt besteht aus einem einführenden Artikel, einem Interview mit drei Bildungsexperten sowie der Vorstellung des Calliope mini, eines Minicomputers, mit dem Kinder und Jugendliche programmieren lernen können. Ich hoffe, dass in den nächsten Wochen noch einige Startups und Projekte vorgestellt werden - gerne auch jenseits der großen Pfade der IT-Konzerne.
Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 17. Mai 2017

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