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Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends
Aktualisiert: vor 1 Stunde 57 Minuten

MOOCs Find Their Audience: Professional Learners and Universities

Juli 7, 2017 - 15:16

In seinem jüngsten Protokoll zeichnet Dhawal Shah noch einmal nach, wie die MOOC-Anbieter seit 2012 langsam, aber bestimmt die Zielgruppe wechseln: von “lifelong learnern” zu “lifelong career learnern”. Dementsprechend wurden Kurse, Features und Preismodelle angepasst. Wer heute nicht bereit ist, in sich und diese Angebote zu investieren, sieht deshalb oft nur noch “a YouTube playlist with a cumbersome user interface”. Die zweite Zielgruppe der MOOC-Anbieter sind die Hochschulen, die man bei der Entwicklung und Verbreitung von Online-Kursen und -Abschlüssen unterstützen möchte.
Dhawal Shah, EdSurge, 6. Juli 2017

Am Puls der Zeit: bildet Netzwerke!

Juli 7, 2017 - 07:19

Wohl kaum ein Unternehmen hat seine Erfahrungen mit Enterprise Social Networks (ESN), also den unternehmensinternen Kollaborationsplattformen, so ausführlich dokumentiert und transparent gemacht wie Bosch. Auch in dieser Live-Session, die eine Etappe der Bosch-Woche im Rahmen des Corporate Learning 2025 MOOCathon bildet, berichtet Katharina Krentz offen, was hinter “Bosch Connect” steckt und was seit 2012 unternommen wurde, um Mitarbeiter und Teams bei der Vernetzung und beim Erfahrungsaustausch zu unterstützen. Das kann man an Zahlen festmachen, wie zum Beispiel den 30.000 Communities, die es heute bei Bosch gibt. Oder an Themen wie Community Management oder Working Out Loud, wie es Katharina Krentz im Gespräch tut. Eine lohnenswerte Stunde.
Simon Dückert, Gespräch mit Katharina Krentz, Corporate Learning Community, 5. Juli 2017

Weitere Informationen: Katharina Krentz, “How we organize Working Out Loud @ Bosch”, LinkedIn/ Pulse, 5. Juni 2017
Simon Dückert, “Am Puls der Zeit: bildet Netzwerke!”, SlideShare, 29. Juni 2017

A New World of Corporate Learning Arrives: And It Looks Like TV

Juli 6, 2017 - 20:41

Sind Learning Management Systeme überflüssig? Gehen sie im Strudel der offenen Angebote, Plattformen und Formate endgültig unter? Josh Bersin sagt “nein” und legt ausführlich dar, wie sich die LMS-Anbieter gerade neu erfinden. Aus “Learning Management Systemen” werden “Learning Experience Plattformen”. Aus Programmen und Kursen wird “TV-Style Learning”. Der Nutzer wählt “Channel” und stellt sich “Playlists” zusammen. Diese Channel, so deutet Josh Bersin die Zeichen der Zeit, werden auch durch  Drittanbieter, durch “user-generated content” und durch Kollegen gefüllt, denen man folgt. Er schreibt:

“In the new paradigm, these playlists can be curated (i.e. you can recommend them), rated (five stars), and they have comments sections and other tools to let people socialize them. In most big companies these playlists are expected to become dynamic, user-generated programs, available alongside formally developed programs built by L&D or other professionals.”

Internet und YouTube, TV und Netflix und jetzt Kurse und Lernvideos: Alles wächst zusammen. Doch wenn wir einmal vom Wandel in “design” und “user experience” absehen: Ob mit diesen Veränderungen auch Lernende zu Lehrenden werden (user-generated content), wie sich Inhalte mit Konversationen der Lernenden verbinden lassen (Wissen teilen, Erfahrungsaustausch) und wie offen die neuen “learning experience platforms” wirklich sind, bleibt abzuwarten. Josh Bersin weist selbst darauf hin, dass vieles noch in den Kinderschuhen steckt. Aber die Screenshots, die er zusammengetragen hat, zeigen, dass sich etwas verändert.
Josh Bersin, 10. Juni 2017

Bildquelle: Wikimedia

A New World of Corporate Learning Arrives: And It Looks Like TV

Juli 6, 2017 - 20:26

Sind Learning Management Systeme überflüssig? Gehen sie im Strudel der offenen Angebote, Plattformen und Formate endgültig unter? Josh Bersin sagt “nein” und legt ausführlich dar, wie sich die LMS-Anbieter gerade neu erfinden. Aus “Learning Management Systemen” werden “Learning Experience Plattformen”. Aus Programmen und Kursen wird “TV-Style Learning”. Der Nutzer wählt “Channel” und stellt sich “Playlists” zusammen. Diese Channel, so deutet Josh Bersin die Zeichen der Zeit, werden auch durch  Drittanbieter, durch “user-generated content” und durch Kollegen gefüllt, denen man folgt. Er schreibt:

“In the new paradigm, these playlists can be curated (i.e. you can recommend them), rated (five stars), and they have comments sections and other tools to let people socialize them. In most big companies these playlists are expected to become dynamic, user-generated programs, available alongside formally developed programs built by L&D or other professionals.”

Internet und YouTube, TV und Netflix und jetzt Kurse und Lernvideos: Alles wächst zusammen. Doch wenn wir einmal vom Wandel in “design” und “user experience” absehen: Ob mit diesen Veränderungen auch Lernende zu Lehrenden werden (user-generated content), wie sich Inhalte mit Konversationen der Lernenden verbinden lassen (Wissen teilen, Erfahrungsaustausch) und wie offen die neuen “learning experience platforms” wirklich sind, bleibt abzuwarten. Josh Bersin weist selbst darauf hin, dass vieles noch in den Kinderschuhen steckt. Aber die Screenshots, die er zusammengetragen hat, zeigen, dass sich etwas verändert.
Josh Bersin, 10. Juni 2017

Lernt was Ordentliches! Aber was?

Juli 5, 2017 - 22:13

Dass eine gute Ausbildung (”etwas Ordentliches lernen”) zu wirtschaftlichem Wohlstand führt, gilt schon lange nicht mehr (wenn es denn jemals gegolten hat). Sascha Lobo führt zwei Gründe an. Der eine ist empirischer Natur und betrifft die faktische Einkommensentwicklung. Der andere, aktuellere betrifft die Digitalisierung, Automatisierung und weitere Fragezeichen, die hinter der unsicheren Zukunft von Arbeit und Jobs stehen. Auch das ist jetzt keine brandaktuelle Beobachtung. Andererseits wird zu oft “Bildung” gerufen, wenn andere Lösungen zu kompliziert oder wenig opportun erscheinen.

“Denn das Versprechen Bildung gleich guter Job gleich Wohlstand ist defekt. Schon eine ganze Weile. Die unausweichliche Digitalisierung ist daran nicht schuld, aber sie verstärkt den Effekt. Und dafür brauchen wir eine gesellschaftliche Lösung. Schnell.”
Sascha Lobo, Spiegel Online, 5. Juli 2017

“Universitäten sind nicht besonders flexibel - das ist ihre Stärke und Schwäche”

Juli 5, 2017 - 21:46

Politisch-korrekt sind die Antworten von Armin Rubner, Ludwig-Maximilians-Universität München, wenn er auf Veränderungen im Hochschulbereich angesprochen wird. Ansonsten versucht er, Künstliche Intelligenz im Bildungssystem zu verorten, wirbt für “Ambiguitätstoleranz” als Zukunftskompetenz und meint, dass an Peer-Review-Verfahren weiter gearbeitet werden sollte. Aber bitte evolutionär, nicht revolutionär.
Michael Intelmann, Interview mit Armin Rubner, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 5. Juli 2017

“Universitäten sind nicht besonders flexibel – das ist ihre Stärke und Schwäche”

Juli 5, 2017 - 21:09

Politisch korrekt sind die Antworten von Armin Rubner, Ludwig-Maximilians-Universität München, wenn er auf Veränderungen im Hochschulbereich angesprochen wird. Ansonsten versucht er, Künstliche Intelligenz im Bildungssystem zu verorten, wirbt für “Ambiguitätstoleranz” als Zukunftskompetenz und meint, dass an Peer-Review-Verfahren weiter gearbeitet werden sollte. Aber bitte evolutionär, nicht revolutionär.
Michael Intelmann, Interview mit Armin Rubner, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 5. Juli 2017

Lernt was Ordentliches! Aber was?

Juli 5, 2017 - 21:06

Dass eine gute Ausbildung, also “etwas Ordentliches lernen”, direkt zu wirtschaftlichem Wohlstand führt, gilt schon lange nicht mehr (wenn es denn jemals gegolten hat). Sascha Lobo führt zwei Gründe an. Der eine ist empirischer Natur und betrifft die faktische Einkommensentwicklung. Der andere, aktuellere betrifft die Digitalisierung, Automatisierung und weitere Fragezeichen, die hinter der unsicheren Zukunft von Arbeit und Jobs stehen. Auch das ist jetzt keine brandaktuelle Beobachtung. Andererseits wird zu oft “Bildung” gerufen, wenn andere Lösungen zu kompliziert oder wenig opportun erscheinen.

“Denn das Versprechen Bildung gleich guter Job gleich Wohlstand ist defekt. Schon eine ganze Weile. Die unausweichliche Digitalisierung ist daran nicht schuld, aber sie verstärkt den Effekt. Und dafür brauchen wir eine gesellschaftliche Lösung. Schnell.”

Sascha Lobo, Spiegel Online, 5. Juli 2017

„Mensch und Roboter müssen sich kennenlernen“

Juli 4, 2017 - 19:48

Jürgen Handke und seine Roboter. Das wird sicher eines der Bilder sein, an die wir uns sofort erinnern, wenn wir in einigen Monaten durch die Bildungsbrille auf das Jahr zurückblicken. Natürlich waren sie auch auf der Fachtagung “Hochschulen im digitalen Zeitalter” präsent, die heute in Berlin zu Ende ging. In diesem Kontext ist auch das Interview entstanden, in dem Jürgen Handke uns auf die neuen Begleiter einzustimmen versucht. Dabei wurde er auch gefragt, welche konkreten Rollen humanoide Roboter in der digitalen Hochschullehre einnehmen können:

“Zunächst einmal: Meine eigene Hochschullehre in Marburg ist bereits digitalisiert. Das Lehr- und Lernkonzept besteht aus einer digitalen Inhaltsvermittlungsphase und einer anschließenden Präsenzphase. Die Lehrenden werden dabei zu Lernbegleitern, die den Studierenden bei der Inhaltsvertiefung und dem Erwerb von Kompetenzen helfen. Und genau hier sehe ich den wichtigsten Ansatzpunkt für humanoide Roboter: Als zusätzliche Assistenten. Durch die Entlastung der Lernbegleiter in den Präsenzphasen ergibt sich mehr Zeit für die individuelle Beratung der Studierenden.”
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Interview mit Jürgen Handke, 3. Juli 2017

Digitalisierung und Berufsbildung: Trends, Erfolgsgeschichten und Herausforderungen

Juli 4, 2017 - 19:05

Die Förderstiftung polaris hatte mich eingeladen, im Rahmen ihres Ausbildneranlasses zu sprechen. “Digitale Transformation in der Berufsbildung” war der Titel, und ich habe einige Stichworte zusammengetragen, um aufzuzeigen, in welchem Kontext sich die Berufsbildung heute bewegt (digitale Kompetenzen, Lernkultur) und welche Möglichkeiten ihr zur Verfügung stehen. Nach mir berichteten noch Gerald Ziegler (AMAG Academy) und Danilo Pasquinelli (Berufsbildung Swissavant). Und alles im schönen Luzern …
Jochen Robes, SlideShare, 28. Juni 2017

Digitalisierung und Berufsbildung: Trends, Erfolgsgeschichten und Herausforderungen von Jochen Robes

The NGDLE: We Are the Architects

Juli 3, 2017 - 16:12

Vor zwei Jahren beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit der Frage, wie zukünftige Lernumgebungen aussehen werden. Dabei entstand die Idee und das Konzept einer “next generation digital learning environment”, kurz: NGDLE. Die aktuelle Ausgabe der EDUCAUSE Review ist ganz diesem Thema gewidmet. Natürlich geht es dabei auch um die Zukunft der Learning Management Systeme (wie wir sie kennen). NGDLE steht für einen komponenten-basierten Ansatz, und das LMS ist hier eine Komponente von vielen. Vielleicht noch für absehbare Zeit eine zentrale Komponente, ein Hub, in dem viele Aktivitäten einer Hochschule zusammenlaufen. Aber eigentlich steht NGDLE für einen dezentralen, lernenden-zentrierten Ansatz. Weitere Stichworte, die Malcolm Brown auf der NGDLE-Agenda sieht, lauten “Interoperability”, “Enterprise IT, the CIO, and the IT Organization”, “Learning Data” und “We, the Architects”.

Und natürlich bewegen sich nicht nur Hochschulen von Systemen zu Umgebungen und Komponenten …
Malcolm Brown, EDUCAUSE Review 52, No. 4 (Juli/August 2017)

Die neuen Lerner*innen? – 1 (MOOCs 4)

Juli 3, 2017 - 15:09

Alexander Klier folgt mit einer Gruppe von Studierenden dem Corporate Learning 2025 MOOCathon. “#AufgeMOOCt” nennt sich die Lerngruppe, die an der Uni München zu Hause ist. Jetzt haben sie sich dem Thema der Viessmann-Woche (”Wie entstehen aus heutigen Kursteilnehmern die selbstorganisiert Lernenden von morgen?”) angenommen, und Alexander Klier hat die internen Gruppenbeiträge zu einem ausführlichen Artikel weiterentwickelt.

Auf der ersten Ebene seines Beitrags geht es um den Mythos des selbstorganisierten Lernenden und um die personalen und strukturellen Voraussetzungen von Lernprozessen in Organisationen. Dabei kommt er zum Beispiel zu dem Schluss: “Seinen Ursprung hat der Mythos der neuen Lerner*innen in meinen Augen in den technikdeterministisch angelegte Auseinandersetzungen um die sogenannten „Digital Natives”.

Aber es gibt auch eine zweite Diskussionsebene, die der Beitrag dankenswerter Weise offenlegt, nämlich die Auseinandersetzung der Lerngruppe mit dem MOOC als Lernform, als Setting, das Lernende anspricht (oder nicht), dessen Impulse nachvollziehbar sind (oder nicht) und das selbstorganisiertes Lernen unterstützt (oder nicht).
Alexander Klier, Blog, 3. Juli 2017

IT für Normalos

Juni 30, 2017 - 08:05

Der Artikel beschreibt, wie Akademien und Unternehmen Mitarbeiter für den digitalen Wandel fit machen wollen. “IT für Normales” halt. Das können Einführungen in das “Internet der Dinge” oder “Cybersicherheit” sein, aber auch die Vermittlung einfacher Programmierkenntnissse stehen offensichtlich schon auf der einen oder anderen Agenda. Natürlich stehen viele dieser Kurse online zur Verfügung, und natürlich wird mit Anbietern wie Udacity oder Lynda.com (LinkedIn) kooperiert. Namen wie Cisco oder Bertelsmann fallen. Weitere Fragen, die mir sofort durch den Kopf gehen, werden allerdings nicht aufgenommen: Wie systematisch werden hier - über aktuelle Schlagworte und Themen hinaus -  digitale Kompetenzen entwickelt? Wie findet sich die konkrete Praxis der Teilnehmer in den allgemeinen Kursen wieder? Und wer ist hier initiativ, die Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in diese Kurse schicken, oder die Mitarbeiter selbst, die aktiv ihre Kompetenzen weiterentwickeln wollen?

Nur am Rande: Ein längerer Absatz spricht auch die IT-Kompetenzen von Personalern an. Denn ohne netzgestützte Plattformen und Prozesse geht hier immer weniger. “IT-Kompetenzen” waren deshalb auch ein Stichwort im Rahmen der aktuellen Woche unseres Corporate Learning 2025 MOOCathons, die sich mit Big Data, KI und Bots befasste.
André Schmidt-Carré, Human Resources Manager, 26. Juni 2017

Why EdTech Sucks

Juni 29, 2017 - 20:49

Die Stimmen, die sich in jüngster Zeit kritisch an EdTech reiben, werden mehr. Zu ihnen gehört Graham Brown-Martin, ein britischer Bildungsexperte mit globalem Wirkungskreis. Sein Punkt: Was sich heute unter dem Stichwort “EdTech” versammelt, hat nichts mehr mit Innovationen zu tun, zielt auf  “instructionism” (transmission of knowledge) und nicht auf “constructionism” (reconstruction of knowledge), ist Festhalten und Verstärken des Status Quo. Dazu passt das Statement, das er kürzlich auf einer Konferenz aufgeschnappt hat:

“With a shortage of teachers, what can A.I. do to help improve the learning experience? How can it provide more leverage to current teachers?”

Sein Kommentar: “So what this is suggesting is not how to encourage people into the teaching profession, nurture and retain them but how can we replace them with computers. How about becoming the Uber of education? We’ll soon have driverless cars so why not driverless classrooms.”
Graham Brown-Martin, Medium, 20. Juni 2017

The Enigma Around Social Learning

Juni 29, 2017 - 12:50

Warum ist es so schwer, von den Vorteilen und Möglichkeiten von Social Learning zu überzeugen? Helen Blunden stößt in der Auseinandersetzung mit ihren L&D-KollegInnen immer an dieselben Grenzen: Man sieht Social Learning vor allem als einen weiteren Weg, um Inhalte und Botschaften zu vermitteln; und man betrachtet es als Feature oder Funktion, mit der bestehende Lernangebote erweitert werden - weil die Möglichkeiten (Enterprise Social Networks, Social LMS) jetzt da sind:

“To many Learning and Development teams, social learning incorrectly means:
- An online discussion forum added to the end of an existing e-learning course
- A Yammer group that has been created as an afterthought for their training courses which has little to no interaction, engagement or activity by participants (let alone L&D)
- A throw-away question like “Discuss this concept with your peers in group” at the end of an e-learning course
- Forcing employees to interact with their insert newly implemented to click on ‘Likes’ or ‘Replies’ or ‘Follows’ to boost activity and engagement data on their system usage reports”

Für sie ist mit Social Learning jedoch eine ganz andere Frage verknüpft: “How do we support ourselves and our people to work, connect and learn from each other and with each other at their place of work - wherever that may be?” Sie erinnert daran, dass cMOOCs eine wunderbare Möglichkeit bilden, hier erste und unmittelbare Erfahrungen zu sammeln; oder Working out Loud-Circles. Ohne diese Erfahrungen, so Helen Blunden, werden L&D Kollegen kaum die Fragezeichen und Missverständnisse auflösen, die sie heute beim Stichwort “Social Learning” noch haben. Lesenswert!
Helen Blunden, Activate Learning Solutions, 27. Juni 2017

How Silicon Valley Pushed Coding Into American Classrooms

Juni 27, 2017 - 20:11

Vor einigen Wochen hat Natasha Singer über die Silicon Valley-Größen und ihr unübersehbares Interesse am amerikanischen Bildungssystem berichtet. Jetzt hat sie noch einmal nachgelegt. Im Mittelpunkt dieses Artikels steht Code.org, ein Non-Profit, in das unter anderem Microsoft, Facebook, Google und Salesforce große Summen investiert haben. Das Ziel von Code.org ist klar: “… to get every public school in the United States to teach computer science.” Um es zu erreichen, ist Code.org auf allen Feldern der Bildungskette aktiv: “… education policy changes, develops curriculums, offers online coding lessons and trains teachers”. Doch es gibt auch Stimmen, die fragen, ob dieses Engagement wirklich im gesellschaftlichen Interesse geschieht oder ob Silicon Valley sich nur den eigenen Nachwuchs heranzieht und wo die Grenzen zwischen beiden Interessen liegen.
Natasha Singer, The New York Times, 27. Juni 2017

Jane’s Personal Top 10 Tools for Learning in 2017

Juni 27, 2017 - 10:20

Man kann wieder für seine persönlichen “Top tools for Learning” abstimmen, und Jane Hart schreitet deshalb mit gutem Beispiel voran. Was steht bei ihr auf der Liste? Unter anderem Feedly, WordPress, Pixabay, Yammer, Zoom, WhatsApp. Aber allen voran natürlich:
“TWITTER is still the place where I can quickly and easily keep up with what’s happening in the world - and in particular what others are up to with their ideas and activities around workplace learning. But I do prefer to use TWEETDECK rather than the web interface - since it’s so easy to set up different columns for my news feed, mentions, hashtags I follow, etc. This makes it much easier for me to get the overall picture of what’s happening in the moment. It’s still the first place I turn to in the morning.”
Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 27. Juni 2017

„Für irgendwas ist jeder Experte“: Quora kommt nach Deutschland

Juni 26, 2017 - 22:21

Quora ist eine Experten-Community, seit 2009 online, und laut Wikipedia bzw. eigenen Angaben soll sie von 190 Millionen Nutzern täglich besucht werden. Die Ankündigung einer deutschsprachigen Version bildet den Anlass für dieses Interview mit Quora-Gründer Adam D’Angelo. Leider wird der aus meiner Sicht spannendste Teil nur in Stichworten gestreift: Wie nämlich die Antworten auf Quora entstehen!? Was Adam D’Angelo uns verrät: Quora ist eine “qualitative Wissensplattform”, die “mithilfe mitlernender Algorithmen und ausgewählter Quora-Teilnehmer” sicherstellt, dass Antworten “qualitativ hochwertig sind”. Und:

“Wenn jemand eine Frage stellt, setzen wir Machine Learning ein, um die Frage erst einmal zu verstehen, ihre Qualität zu bestimmen und dann zu entscheiden, wer der Beste für eine Antwort wäre.”
Quora, das sei noch hinzugefügt, finanziert sich über Werbung. Da hilft wohl nur ein Feldtest … (via Simon Dückert)
Domenika Ahlrichs, Wired, 16. Juni 2017

Blockchain brings democratized education: A paradigm shift in learning

Juni 26, 2017 - 15:23

Manchmal muss man eine Weile suchen, bis man ihn findet, den wahren, reinen Technikoptimismus. Aber vielleicht muss man nur häufiger einen Blick in die IBM Netzwerke werfen. Dort schwärmt zum Beispiel Phaedra von den Möglichkeiten, die uns die Blockchain in der Bildung eröffnet. “Democratized learning” und “a democratized and agile ecosystem for Edtech” werden versprochen. Was da genau passiert, wird leider auch hier nur angedeutet: Zertifikate und Badges können einfacher getrackt werden, Lernangebote werden individueller. Ein paar Fragezeichen beim Stichwort Blockchain bleiben mir also. Aber ich weiß jetzt: Es wird in jedem Fall besser …
Phaedra, IBM/ The developerWorks Blog, 30. Mai 2017

The History of the Pedometer (and the Problems with Learning Analytics)

Juni 23, 2017 - 08:58

Audrey Watters ist gebeten worden, über Learning Analytics zu berichten, hat sich aber stattdessen für Schrittzähler entschieden. Denn “ed-tech is boring”! Am Ende ihres kurzen Ausflugs steht sie mit Fragen da, guten, berechtigten Fragen:

“Is this meaningful data? Are “steps” or “calories” meaningful units of measurement, for example? What can we truly know based on this data? Are our measurements accurate? Is our analysis, based on the data that we’ve collected, accurate? What sorts of assumptions are we making when we collect and analyze this data? Assumptions about bodies, for example. Assumptions about what to count. Assumptions and value judgments about “health”? How much is science, and how much is marketing? Whose data is this? Who owns it? Who controls it? Who gets to see it? Is this data shared or sold? …” (… die Fragen gehen noch weiter!)
Audrey Watters, Hack Education, 22. Juni 2017

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