Letzte Woche war ich mal wieder beim Deutschen Fußball Bund e.V. zu Gast, um vor ca. 50 VerbandssportlehrerInnen und Bildungsverantwortlichen einen Beitrag zum Thema „Wirksames Blended Learning“ zu leisten. Bevor jetzt die meisten gähnen, alter Hut und so … es geht darum, wie man die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern (a) kompetenzorientiert aufbaut, wie man (b) dazu Digitalisierung didaktisch passend einbringt und (c) das Ganze fach- und fußballspezifisch umsetzt. Und ehe ich‘s vergesse: Es sind nicht 50 oder 500 Personen, die das da machen, sondern 50.000, ein Tankerprojekt, verstreut auf viele autonome und selbstbewusste Landesverbände. Da ich viele ZuhörerInnen schon lange kenne, hatte ich meinen Impuls „Erinnerungen“ genannt, von der Erzählung her alles Akademische vermieden und stattdessen von ‚Liebestötern‘, ‚Fahrradflicken‘ und ‚Lebertran‘ gesprochen – Bildersprache also, um produktiv aufzuwühlen. Beim Sprechen hatte ich selbst eine Erkenntnis (die ich vorher nicht hatte): TrainerInnen bitten um Veränderung, deshalb Trainerentwicklung. Um zu verändern, muss man als AusbilderIn zu seinen Trainern sagen können: „Du bist ok so wie du jetzt bist“. Veränderung (in Richtung Hochleistung) setzt voraus, dass ich mich (als TrainerIn) in gewisser Weise vollkommen (angenommen) fühle – Dialektik pur.