Qualitätsgetrieben

Am Freitag habe ich wieder einmal einen Vortragsimpuls beim Referent*innen-Team des Deutschen Fußball-Bundes (#DFB) am schönen Campus in Frankfurt gegeben. Es ging darum, wie man Phasen von Lehrprojekten (z. B. Planung, Durchführung, Reflexion eines Lehrgangs) begleitet und wie man das mit wissenschaftlicher Brille begründen kann. Entsprechend spielten #Situierung und #Didaktik eine große Rolle (so wie es im Übrigen auch in der Schweizer Berufsbildung #EHB geschieht). In der anschließenden Diskussion in der Runde der Ausbilder*innen wurde deutlich, dass Qualitäts- und Ressourcenfragen immer unter Spannung stehen. Man muss hier also offen darüber sprechen, was unter ehrenamtlichen (!) Bedingungen möglich, wünschenswert und machbar ist.

Dennoch: Es ist für mich immer wieder erstaunlich, was das DFB-Referent*innen-Team da „an Qualität“ auf den Weg bringt: ein aus Kompetenzsicht anspruchsvolles und fußballspezifisches Konzept (#DOSB-Kompetenzmodell, DFB 4-Klang), ein Blended-Learning-Format, in dem synchrone und asynchrone Aktivitäten via DFB-Online-Campus (edubreak) gut zusammenspielen, mit selbstgesteuerten Phasen und kriterienbasiertem Feedback von Coaches, bei dem Social Video Learning selbstredend nicht fehlen darf.

Ich sage mal so: Kein anderer (mir bekannter) Verband ist so „qualitätsgetrieben“, zumindest in der Ausbildung von Ausbilder*innen. Ich war erstmals unter meiner neuen Flagge „DIDAKTIKBÜRO Hamburg“ dort, aber ich habe das Gefühl, dass es den Menschen wurscht ist, wie ich mich beflagge. Sie sagen: „Frank, wir sind froh, dass du da bist.“ Damit kann man mit leben, oder?