Ein intensives DOSB Fachforum Bildung (siehe letzten Beitrag) liegt hinter mir. Planung und Umsetzung lagen – mal abgesehen von ein paar Verzögerungen – erstaunlich eng zusammen. Die rahmenden Beiträge der Herren Hebbel-Seeger und Robes – der eine aus dem fernen Schweden per GoToMeeting, der andere leibhaftig vor Ort – hatten produktiv irritierende Wirkung, der zentrale Mittelteil aus E-Learning-Projekten gab vielfältige Impulse für die eigenen Bildungsarbeit. Abends beim Essen gab es zwei zentrale Rückmeldungen: Die einen lobten die gute Balance aus „kenne ich“ bis „völlig neu“, die anderen sahen viel zu wenig Unterstützung für die direkte Umsetzung von eigenen E-Learning-Projekten und fragten: „Wie mache ich es denn nun konkret?“
Ich weiß noch nicht, wie man dieses letztgenannte Problem in der Breite lösen will, denn ohne persönliche Betreuung ist es für viele der Bildungsreferenten schlicht schwer, das Thema „E-Learning“ in ihren Verbänden voranzutreiben; da gibt es vielfältige Hürden: didaktische, kulturelle, finanzielle, technische … sie wollen ja, aber so recht findet man keinen Weg im Dickicht. Nun schauen alle Augen nach SALTO, auf das kleine SALTO-Team. Aber jeder weiß, dass es so nicht funktionieren wird. Nicht „die da oben“ werden es machen, sondern EINZELNE in den Spitzen- und Landesverbänden, die es in die Hand nehmen, vorbei an allen Widerständen, ohne Rambo-Gehabe, aber mit viel WILLEN.
Frage: Was kann man tun, um diese Einzelnen zu unterstützen? Mir bleibt keine andere Antwort als das Team der Willigen und Befähigten auszubauen, gerade ÜBER die sonst so isolierenden Verbandsgrenzen hinaus! Und da hat uns Jochen Robes zumindest einen Floh ins Ohr gesetzt: MOOCs. Keiner hat es so richtig verstanden, der Unmut über das eigene Nichtverstehen beim Abendessen deutet aber auf ein Interesse. Und das ist ein guter Anfang, es einmal selber auszuprobieren, nicht nur einfach mal so, sondern schon mit der Absicht, die Willigen zusammenzurufen, ihnen die Gewissheit zu geben, dass sie mit ihren Vorstößen nicht allein sind, vor diesem emotionalen Hintergrund, Erfahrungen auszutauschen, kollegiales Coaching zu initiieren und ganz wichtig, über so einen Sport-MOOC (SPOMOOC J) eine Entwicklung voranzutreiben, die „von unten kommt“. Ohne Unten gibt es kein Oben, aber ohne Oben steht das Ganze in Gefahr.
Morgen beginnt das
Über die Doktorarbeit von Frau Schavan ist schon Vieles gesagt worden. Im Dickicht der Ansichten und Einsichten kommt es mir manchmal so vor, als ob man nicht so recht weiß, wo die Grenze zwischen Erlaubten und Unerlaubten liegt: sind es 5% oder 50% der Fehlzitate, ist es die hinter den Auslassungen vermutete Absicht oder nur eine Nachlässigkeit oder, oder? All das kommt mir reichlich willkürlich vor denn mir fehlt ein theoretisches Unterscheidungskriterium, wann man von unwissenschaftlichem sowie außerwissenschaftlichem Verhalten sprechen kann. Dazu eine hoffentlich hilfreiche Analogie.
Der Begriff „Soziale Innovation" ist mir zum ersten Mal in der
Am Donnerstag/Freitag haben wir den dritten und letzten Workshop im Projekt „
Im SALTO-Teilprojekt des Deutschen Tischtennis Bundes e.V. geht es weiter zügig voran; am Donnerstag haben wir uns im erweiterten Kreis in Frankfurt zum Austausch getroffen. Zunächst ging es darum, den Vertretern (die Frauenbesetzung ist noch dünne) aus Bayern, Hessen, Rheinland, Westfalen, Niedersachsen und Baden-Württemberg die Struktur der bisherigen Praxis zum Blended Learning im DTTB (A-Kurs) zu vermitteln, tiefere Eindrücke zu den Lernwerkzeugen zu geben. Ebenso haben wir neue Einsatzszenarien identifiziert, die bisher noch nicht gesehen wurden.
Mario Heller