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Ghostthinker wird 10

Als ich 2004 meinen „Doktor machte“, hatte ich die Wahl, entweder an der Uni in Richtung Habilitation weiterzumachen oder einen Neuanfang auf fremdem Gebiet, dem der Selbständigkeit. Ich entschied mich für das Neuland, im Kern aus Neugier. Anfang 2005 wurde die Ghostthinker GmbH gegründet. Digitale Bildung mit Beratungsleistung und Medientechnologie war die Losung.

Zusammen mit dem nunmehr siebenköpfigen Team haben wir am Freitag unsere zehnjährige Entwicklung gefeiert und zur Feier auch eine erweiterte Runde der edubreaker eingeladen. „Feiern“ heißt: Neben Essen und Trinken haben wir einen Blick auf die Geschichte von edubreak geworfen, wir haben Workshops zu alten und neuen edubreak-Formaten angeboten und wir haben einen Blick in die Zukunft mit App & Co gewagt (Live Kommentierung), die schon am selben Tag ausprobiert werden konnte.

Der Dank an dieser Stelle geht an viele Seiten: An das gesamte Ghostthinker-Team (Rebecca, Ines, Stefan, Sergej und Bernhard) für die Lust an der Eigenleistung in den letzten Jahren, insbesondere an Johannes Metscher, mit dem ich das Steuer in der Hand halte, an alle edubreaker dieser Welt, die uns und unsere Dienstleistung rund um Social Video Learning vertrauen, besonders an Markus Söhngen, der uns seit den ersten Stunden unterstützt und schließlich auch an Gabi mit ihren Doktoranden (Tamara, Marianne, Wolf), die wichtige Impulse für die Weiterentwicklung beisteuerten.

Man soll ja innehalten: War es gut? Was wird? Ja, es war gut. Sehr intensiv in allen Facetten, die man sich denken kann: Ideensprudel, schlaflose Nächte, Reisen bis ins weite Ausland, Aushandlungsprozesse zwischen den Ghostthinkern, tausende Menschenkontakte zwischen Sport und Wirtschaft, Denken und Handeln in Tasks & Timelines, Preisgewinne und Preisfragen und immer wieder die tägliche Herausforderung: Was ist wichtig(er)?

Die Zukunft ist sicherlich eines: „sportlich“. Sportlich im inhaltlichen Sinne, da wir uns ganz wesentlich um die digitale Bildung im Sport kümmern. Sportlich im übertragenen Sinne, da wir im Ghostthinker-Modus an unsere Grenzen gehen und dabei auch andere gesellschaftliche Felder wie die Wirtschaft beackern. „Beackern“, ja eine schöne erdige Metapher für das, was wir tun: im Kern Kulturarbeit mit dem reflexiven Potenzial von (360)Video, sychroner und asychroner Videokommentierung und finalen Videodialog, um die Blicke der Menschen zu verschränken. Das hat doch Zukunft, oder?

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