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Die Kunst des twitterns oder … wissen wann man schweigt

Im Nachgang zur GMW Tagung 2009  (bei der ich selber nicht anwesend war) bin ich etwas durch das Netz gestolpert und habe einen kurzen Beitrag auf dem e-learning Blog der Uni Frankfurt hinterlassen. Claudia Bremer stellte dort den ersten Beitrag mit dem Titel "Tagung 2.0: Nachdenken über die Nutzung von Web 2.0 auf Tagungen und Konferenzen" zur Verfügung. Was eher zufällig und knapp startete, wuchs sich zu einem langen und kontroversen Diskussionsstrang aus, indem vor allem Christian Spannagel, später auch Mandy Schiefner (neben mir und anderen) beteiligt waren. Die asynchrone Diskussion mit teils etwas "großkalibrigen" 😉 Argumenten hat mir Spaß gemacht, … ja, Kontroversen machen Spaß, wenn der Ton stimmt und die Beteiligten auch mal bereit sind über Tage eine Sichtweise zu verteidigen. Ich würde sogar soweit gehen und Mandys (in Verlängerung auch Gabis) Abschluss-Plädoyer in Frage stellen: Ist die Vermeidung von Grabenkämpfen immer der beste Weg? Klar, Grabenkämpfe nicht als Ziel/Zweck, aber so ein bisschen "Graben" hilft doch sehr seine Position zu finden, das ist ein Prozess. Man muss freilich aufpassen, dass aus diesem Grabendiskussionen (kämpfen ist nicht die richtige Metapher) böses Blut erwächst, Teilung stabilisert wird, Ideologien entstehen. Deshalb bin ich froh, das Mandy erst am Ende mit Versöhnungsvorschlägen kommt, wie, wann in welcher Form twittern produktiv ist. Fazit: Sportliches Gerangel um eine neue Tagungskultur bzw. Tagungsformate.

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