Fußball

Fußballfieber!

Seit gestern ist er online, der neue Trailer zum geplanten Modul "Fußballfieber" (Trailer hier). Wir stimmen uns damit mit Blick auf Südafrika in das Fußballjahr 2010 ein. Es wird im neuen Modul um "soziale" (mit der Lektüre von Latour ist dies ein schwieriger Begriff ;-) Themen im Fußballsport gehen, also nur vordergründig um Tore und Dribblings. Wie im letzten Blogbeitrag schon angedeutet (und die mich kennen wissen das), bietet der Sport durch seine Facetten viel Bildungspotenzial, aber er ist aufgrund seiner Komplexität und Medialität auch Ort vieler Probleme. Tech Pi & Mali Bu werden sich mit wenigen Teilen dieses Fragekomplexes (Ausgrenzung, Fair-Play etc.) beschäftigen, in der Hoffnung, dass dies Anker für Diskussionen in Schule und Verein bieten kann (vgl. auch das Projekt Join the game). Im Zentrum stehen nicht die Vermittlung von Faktenwissen, sondern bestenfalls Modelle für den kreativen Umgang mit Problemen (wie uns das beim Inforadar - meine ich - ganz gut gelungen ist). Was wir jetzt nur noch brauchen, ist einen Modul-Sponsor und den werden wir jetzt suchen! Für Verlinkungen zum Trailer sind wir dankbar.

Aus- und Fortbildungskonzepte im Fußball

Sehr gefreut habe ich mich über eine Einladungen zu einem Referat bei der dvs Kommission Fußball in Ruit bei Stuttgart. Vom 19-21. Nov. 2009 werden dort neue Aus- und Fortbildungskonzepte aus dem Bereich des runden Leders vorgestellt und diskutiert. Den Hauptvortrag hält Prof. Lames von der TU München, den ich ja bisher noch nicht "live" erlebt habe. Für mich besteht die Herausforderung darin, das etablierte Konzept zu edubreakSPORTS aus dem Tischtennis nun auch für die Fußballausbildung anschlussfähig zu machen. Sicherlich wird es Modifikationen im Bereich Technologie und Didaktik geben, die wir bei Ghostthinker umsetzen müssen. Ich bin aber auch der festen Überzeugung, dass die Kernanforderungen im Bereich der Fußballausbildung den jetzigen Entwicklungen nahe kommt. Mit der Fahrt nach Ruit kehre ich an den Ort zurück, wo ich vor 2 Jahren Bernhard Peters getroffen habe. Er war im Grunde der Erste der sich positiv zu edubreak geäußert hat, "weil die Spieler dann mental aktiv sind". Leider kamen wir damals bei der Entwicklung nur schleppend voran, sodass sich der Kontakt verlaufen hat, was ich bedauere. Vielleicht gibt es ja ein Widersehen.

Neben der Tagung in Ruit bin ich auf die educa 2009  in Berlin zu einem Fußball-Referat eingeladen. In der Session "Learning with a Kick: Education and Football" werde ich über Videoannotation 2.0 sprechen, klingt technisch, soll es aber nicht werden. Zentral ist die Idee der videobasierten Reflexion und warum das gerade für die Bewegungspraxis gut ist. Oh ja, ... Conference language is english, I will do my best ;-).

Frankfurter Buchmesse: e-Comics, Analphabetismus und andere Überraschungen

Gestern war ich zusammen mit Gabi zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse. Ich wusste, die Messe ist international, ich wusste, es gibt viele Bücher und Verlage, aber von der tatsächlichen Größe war ich überrascht! Im Grunde hatte ich  zwei spezifische Interessen im Vorfeld: (a) einen Verlag für unser TechPi-Projekt zu finden und (b) zu schauen, welche Entwicklungen im Bereich e-Book, Buch-Internet Verschmelzung und mobile Anwendungen derzeit laufen. Letztlich haben mich aber zwei Themengebiete besonders angezogen:

Zum Bereich „Comic“ gibt es eine ganze Halle mit Ausstellern, angefangen vom klassischen Kinderbuch à la „Der dicke Bär“ bis zu Hochglanz-Mangas, Audio und Video inklusiv. Sehr interessant war das Comic-Forum mit Vertretern aus der Comic- und Verlagsszene. Der Punkt „e-Comic“ wurde kontrovers diskutiert; man experimentiert mit dem richtigen Trägermedium (Handy, Smartphone etc.) und neuen Darstellungsstilen (lineare Darstellung, Großaufnahmen, audiounterstützt). In Deutschland hat man vor allem das Problem, dass Comics nicht so angesagt sind (bei Erwachsenen) wie z.B. in Frankreich und das in Deutschland der Anteil an Smartphone mit großem Display noch gering ist. Zudem ist die Nutzung des Internets via Handy/Smartphone in Deutschland noch gering ausgeprägt, anders ist das z.B. im asiatischen Raum, wo viele Jugendliche das Internet vom Handy aus nutzen und nicht via PC. D.h., dem größeren Einsatz von e-Comics für Bildung und Vergnügen stehen sowohl technische als auch kulturelle Barrieren entgegen. Schließlich, darüber wurde in dieser Runde gar nicht diskutiert, ist man in der Entwicklung von didaktischen Szenarien noch nicht weit, was die (interaktive) Nutzung von e-Comics angeht z.B. für Schule, Berufsbildung aber auch Entwicklungszusammenarbeit.

Recht angetan war ich von einer kleinen Podiumsdiskussion zum Thema Analphabetismus vom alphabund. Mir war das Thema in Verbindung mit e-learning aus einer früheren Diskussionen mit Gabi bekannt. Aber wenn dir ein Mann gegenübersteht, der sich schwer artikulieren kann, nach Worten ringt und voller Stolz sagt, dass er den Hauptschulabschluss geschafft hat und jetzt begierig weiterlernen WILL, dann wird die Not aber auch das Potenzial hinter dem Begriff sichtbar. Gerade das engagierte Nachgespräch mit Frau Elfriede Haller vom Bundesverband hat mich dazu motiviert, mehr über dieses Thema zu erfahren bzw. uns in dieses Feld einzubringen. Mal sehen, Anfang November ist eine Fachtagung, wo ich den Austausch zum Einsatz von „Video, Web 2.0, Narration“ für die Aus- und Weiterbildung, aber auch für Fußballprojekte suchen werde. Fußball? :-) Ja, da gibt es in der Tat mehrere Projekte, die unter dem Titel „Fußball trifft Kultur“ laufen. Mal sehen, ob wir da für 2010 was auf die Beine stellen können.



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