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Praxisphasen im Studium | Publikation und Call for Papers
Eine aktuelle Publikation der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik beschäftigt sich mit der Planung von Praxisphasen im Studium. Passend zur Publikation hatten wir letztes Jahr auch im Rahmen der Veranstaltung Hochschuldidaktik über Mittag war das Praktikum ein Thema (hier geht es zu den Aufzeichnungen).
Aus aktuellem Anlass möchte ich daher auf den Call der Zeitschrift für E-Learning hinweisen, der sich dem Thema “E-Learning in Praxisphasen des Studiums” widmet:
Viele Studiengänge kennen Praktika: Kurzpraktika von vier Wochen Dauer, aber auch Praktika von einem Semester Länge, wie z.B. die Psychologie, die Soziale Arbeit, aber auch Naturwissenschaften wie die Biologie oder technische Fächer wie die Informatik. Andere Disziplinen bieten ihren Studierenden gern Exkursionen an, wie die Archäologie, die Kulturwissenschaften und die Geowissenschaften. Eine weitere Form von Praxisphase kann auch ein Auslandsaufenthalt (individuell oder in einer Studiengruppe) sein, was keineswegs nur für Studierende von Fremdsprachen interessant und wichtig ist. Leider aber ist mit der Einführung der Bologna-konformen Studienarchitektur die Auslandsmobilität der Studie- renden gesunken. Auch die Zeit für Praktika ist in den neuen Studiengängen zumindest knapper geworden.
In manchen Fächern werden die Studierenden während dieser Praxisphasen durch Hochschullehrende betreut, gelegentlich auch am Praktikumsort bzw. an der Praxisstelle, oft auch indem die Studierenden in Abständen in der Hochschule zusammen kommen. Zudem gibt es Projekte, in denen die Studierenden über digitale Medien während eines Praktikums oder Auslandsaufenthalts betreut werden. E- Learning als Begleitung in Praxisphasen im Studium, als Brücke zwischen Praxisstelle und Hochschule und/oder als Möglichkeit zur Vor- und Nachbereitung von Praktika, Exkursionen oder Auslandsaufent- halten birgt zahlreiche Potenziale für eine effektivere Nutzung dieser Phasen.
Thematische Schwerpunkte
Wir suchen Projektberichte, konzeptionelle Vorschläge und empirische Erkenntnisse, die den oben skizzierten Zusammenhang zum Gegenstand haben: Wie kann man Studierende in Praxisphasen unter Nutzung digitaler Medien betreuen, sie unterstützen, mit ihnen kommunizieren, und dies nicht nur indi- viduell, sondern auch in Gruppen? Welche Konzepte, Methoden und Technologien eignen sich hierzu? Welche Bedingungen sind zu beachten und welche pädagogischen und didaktischen Ziele lassen sich damit erreichen?
Mehr Informationen dazu inklusive den Deadlines finden Sie im Call for Papers
Vorankündigung | Diskussion zum Stellenwert der Lehre
Der Blogbeitrag, in dem ich unseren Artikel zur Sichtbarkeit der Lehre zur Diskussion gestellt habe, hat auch für solche gesorgt . Daher haben wir beschlossen, es an der diesjährigen Preconference zur GMW (“EduCamp meets GMW”) mit allen zu diskutieren. Hier der Ausschreibungstext:
Infolge eines Blogbeitrags über die Sichtbarkeit von Lehre am Beispiel Lehrpreise hat sich eine interessante Diskussion entfacht, welchen Stellenwert Lehre generell in der universitären Landschaft innehat. Hängengeblieben sind wir bei der Analogie des Liebhabermarkts, wonach Lehre etwas für wenige interessierte Anbieter (engagierte Lehrende) und ebenso wenige interessierte Nachfrager (engagierte Studierende, andere Wissenschaftler) sein könnte. Gute Lehre wäre demnach ein universitäres Gut, das von Wenigen für Wenige produziert und konsumiert wird, von dem der Rest der Universität aber nichts hören will (bestenfalls in alltagsfernen Leitbildern oder Festreden). Wenn die Analogie des Liebhabermarktes greifen könnte/würde, dann wäre ein Großteil der Bemühungen der Hochschuldidaktik obsolet; mehr noch, man müsste geradezu ein Umdenken in der wissenschaftlichen Sozialisation einfordern, sodass der Stellenwert von Lehre frühzeitig auch beim sog. Nachwuchs erhöht wird.
Wir vertreten folgende, noch zu vertiefende Thesen:
- Der Stellenwert, den man Lehre zuschreibt, ist in hohem Maße abhängig von der Sozialisation durch die Fachwissenschaft und wissenschaftliche Mentoren.
- Die Sichtbarkeit von Lehre allein führt nicht dazu, dass man dieser im Verlauf der wissenschaftlichen Karriere mehr Bedeutung einräumt.
- Lehre ist (und bleibt?) etwas für „Liebhaber“.
Wir fragen uns daher:
- Was sind Möglichkeiten, um den Stellenwert von Lehre zu erhöhen?
- Inwieweit kann die Sichtbarkeit von Lehre dazu beitragen, um Dozierende zu guter Lehre zu bewegen?
- Was taugt die Analogie von Lehre als „Liebhabermarkt“?
Wir drei wollen das Thema auf jeden Fall im Rahmen der Pre-Conference der GMW’10 vertiefen und freuen uns über jeden, der gemeinsam mit uns denkt (vielleicht ist ja auch ein Bildungs-/Kulturökonom unter Euch?).
Viele Grüße,
Mandy, Frank und Sandra
Wir würden uns sehr freuen, wenn der ein oder andere unserer Leser dies mit uns am Montag, den 13. September in Zürich im Rahmen der Preconference der GMW diskutieren möchte – je kontroverser, desto besser .
Daten: Preconference zur GMW, 13. September 2010, ab 10 Uhr, Universität Zürich, KOL-G201 (Aula)
5 Jahre Bloggen
Da habe ich tatsächlich das 5jährige Jubiläum meines Blogs verpasst Am 12.07.2005 habe ich meinen ersten Blogeintrag geschrieben. Und bisher hat sich einiges getan mit diesem Blog: 786 Posts in 13 Kategorien haben 698 Kommentare hervorgerufen.
(Foto By AndrewEick)
Gestartet unter dem Titel “education & media” ist unter dem neuen Namen 2Headz 2009 Matthias Rohs als Blogautor hinzugekommen. Doch was hat sich inhaltlich in den letzten 5 Jahren getan?
Das Blog ist für mich ein wertvolles Reflexionsmedium, das ich nicht mehr missen möchte. Allerdings hat sich die Nutzung dieses über den Lauf der Zeit verändert: habe ich am Anfang auch noch mehr Hinweise auf interessante Tagungen, Links oder Veröffentlichungen gegeben, laufen diese Informationen mittlerweile hauptsächlich über meinen Twitter-Account. Dementsprechend hat sich vor allem seitdem ich Twitter nutze, mein Blogverhalten geändert: die meisten Artikel sind länger geworden, da sie meistens Gedanken enthielten, die nicht in 140 Zeichen zu packen sind. Dies bedeutet auch, dass ich weniger “einfach mal so” einen Artikel schreibe, sondern dass diese in der Erstellung so deutlich mehr Zeit benötigen.
Und das Thema Zeit, oder besser gesagt die Prioritätensetzung ist immer noch ein zentrales Thema. Manchmal (und gerade jetzt) wünschte ich mir mehr Zeit zum Bloggen, aber es gibt andere Dinge, die zu erledigen sind. So ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden – ich hoffe aber sehr, dass auch diese Phase vorübergeht.
Auf jeden Fall möchte ich keinen Blog-Eintrag der letzten 5 Jahre missen und freu mich sehr auf weitere Jahre mit dem Blog und den Lesern an meiner Seite, die als ständige Motivation auch einen grossen Anteil daran haben, dass ich die Lust am Bloggen auch nach 5 Jahren noch nicht verloren habe.
Teaching Ideas | Informations- und Medienkompetenz im Internet
Zugegeben, die letzte Zeit hat der Blog etwas gelitten, aber manchmal muss man einfach Prioritäten setzen – überdies blogge ich auch anders, seit ich Twitter nutze. Nichts desto trotz möchte ich diesmal wieder ausführlicher anstatt nur in 140 Zeichen auf ein Fundstück hinweisen, das mir unter die Finger gekommen ist. Unter dem Titel «Developing Critical Thinking Through Web Research Skills» veröffentlicht Mary Lane Potter Unterrichtsvorschläge zur Vermittlung von kritischem Denken und Medienkompetenz. Obwohl von bing und Microsoft unterstützt, widmet sich das Dossier mit der Verknüpfung von Informationskompetenz und kritischem Denken einem spannenden Thema. Als ein neues Set von Fähigkeiten fasst Lane unter dem Begriff «essential web research skills» Fähigkeiten zusammen, über die man als Internetnutzer verfügen sollte, vor allem Informationskompetenz hinsichtlich der Informationssuche und der Analyse und Bewertung von Informationen und Quellen. Allerdings belässt es Lane nicht dabei, die Fähigkeiten aufzuzählen, sondern gibt noch Ideen zur Vermittlung dieser Fähigkeiten in Form von «Teaching Ideas», die sie nach unterschiedlichen Altersstufen ordnet, vom Kindergarten bis zur High School.
Aus dem Inhaltsverzeichnis:
- Literacy and Critical Thinking in the Digital Age
- A New Set of Skills: Essential Web Research Skills
- Ideas for Teaching Web Research Skills and Critical Thinking in Grades K-12
- Resources
- Conclusion
Artikel | Sichtbarkeit von Lehre
Aus den Ferien zurück, finde ich endlich ein druckfrisches Exemplar des Buches “Ausgezeichnete Lehre” auf meinem Schreibtisch, zu dem ich zusammen mit einem Kollegen auch einen Beitrag geliefert habe. Unter dem Titel “Sichtbarkeit von Lehre” haben wir uns mit der Frage beschäftigt, was Sichtbarkeit von Lehre den eigentlich bedeutet:
Zusammenfassung
Mit der Auslobung von Lehrpreisen wird oft auch eine erhöhte Sichtbarkeit der Hochschullehre angestrebt. Offenbar ist Sichtbarkeit ein zentrales Qualitätsmerkmal guter Lehre. Gleichzeitig ist sie aber auch eine Metapher, die nicht weniger verhüllt als offenlegt. Sichtbarmachung soll zum Dialog über Lehre beitragen, deren Qualität verbessern und zugleich Lehrkompetenzen belegen. So zielen Lehrpreise auf den Dialog nach aussen, legitimieren Lehranstrengungen und sind, zumindest für die Preisträger, ein Kompetenznachweis. Doch es bleibt kritisch zu fragen, was Lehrpreise über diese Funktionalität hinaus sichtbar machen. Dieser Frage wollen wir im Vergleich zu anderen Instrumenten der Sichtbarmachung von Lehre nachgehen. Das Metaphorische der „Sichtbarkeit“ lässt vermuten, dass Lehrpreise nicht herausragende Qualität abbilden, sondern Sinnhorizonte für Qualitätserwägungen erzeugen.
Neben der Auseinandersetzung mit dem “Konzept der Sichtbarkeit” und dessen Funktionen (auch für die Lehre) haben wir einige Instrumente der Sichtbarmachung näher betrachtet und uns gefragt, was eigentlich genau sichtbar wird und was die Funktion dieser Sichtbarkeit ist.
Alles in allem ist es für mich ein sehr interessanter Artikel geworden, der versucht, sich einmal mit einem Aspekt der Lehre zu beschäftigen, der zwar oft in der Diskussion um Lehre gefordert wird (und in letzter Zeit auch in der Diskussion um Öffentlichkeit aktuell ist, wie Sandra schreibt), dennoch aber dennoch m.E.. nach gar nicht so einfach zu fassen ist.
Sichtbarkeit von Lehre
eXtreme working – eXtreme learning?
Der Titel der Publikation mag auf den ersten Blick etwas reisserisch wirken, dabei ist er eigentlich nur abgeleitet von “eXtreme programming“, einer Methode der Softwareentwicklung, die in erstaunlicher Weise das Lernen unterstützt, ohne das dieser Gedanke so explizit bei der Entwicklung des Ansatzes im Mittelpunkt stand. Aber der Reihe nach:
“eXtreme working – eXtreme learning?: Grenzgänge zwischen Arbeiten und Lernen” ist der Ergebnisbericht eines Wirtschaftsmodellversuch, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF und begleitet durch das Bundesinstitut für Berufbildung BIBB. Ziel des Modellversuchs war die Erforschung und Entwicklung von Lernformen für kleine und mittelständige Unternehmen in der IT-Branche. Das Projekt basierte dabei u.a. auf einer Studie vom Dehnbostel, Molzberger und Overwien (2003) zu informellen Lernformen in IT-Unternehmen.
Das Buch beleuchtet, wie in der IT-Branche Lernen und Arbeiten miteinander verbunden sind, so dass eine Trennung dieser Bereiche kaum mehr möglich ist. Anhand vieler Beispiele wird dabei gezeigt, wie diese Verschmelzung konkret aussieht und wie sie auch so gestaltet werden kann.
Ein Beispiel dafür ist das oben schon erwähnte eXtreme programming, eine Form des Pair-Programming, bei dem zwei Entwickler gemeinsam an einem Computer und einen Code arbeiten. Eine irre Erfahrung schon beim zusehen. Entwicklung und Reflexion der Ergebnisse sind hier aufs engste miteinander verwoben. Oft begegnet sind uns auch in expliziter oder eher impliziter Form Geschäftsführungstandems, also eine Geschäftsführung, die aus einem kaufmännischem und einem technischen Geschäftsführer bestand. Auch dies für uns ein Ansatz, der die Reflexion des eigenen Tuns in hohem Masse unterstützt. Und noch ein dritten Beispiel, was eigentlich viele kleine Beispiele sind, die wir Lernspots genannt haben: Kleine Reflexionsanlässe, die gezielt in den Arbeitsalltag integriert sind und als Reflexionsfolie für das eigene Tun dienen sollen, wie z.B. Kaffeetassen mit Fragen wie “Wer könnte das Problem sonst noch lösen?” oder “Genug getestet?” oder kleinen Applikationen, die die Teamstimmung darstellen. Diese Elemente wurden dabei nie bewusst als Lernunterstützung implementiert, tragen aber dazu bei Erfahrungen zu reflektieren und Lernen zu unterstützen.
Lernen, so vielleicht als kleinen Fazit, ist notwendiger Bestandteil in allen Firmen gewesen, die wir begleitet haben. Alle Firmen haben viel getan um Lernen zu unterstützen, ohne dass ihnen das bewusst war und dass man auf den ersten Blick von Lernen sprechen würde. Lernen wurde im Arbeitsprozess gefördert und Formen der Lernunterstützung sind deshalb im Arbeitsprozess zu finden. Für die Gestaltung von Lernen in kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen heisst dies: Lernen viel konsequenter aus dem Blickwinkel der Arbeit zu betrachten und vor allem das informelle Lernen zu fördern.
Unsere Erfarung zeigt, das Lernen in den begleiteten Unternehmen immer ein Thema war, dass mit Schulungen in Verbindung gebracht wurde, selten mit den vielen kleinen und grössere Initiativen, die das Lernen im Arbeitsprozess unterstützt haben. Die Diskussion um Lernen im Arbeitsprozess ist bei ihnen noch nicht angekommen – und dies ist kein Vorwurf an die Unternehmen, sondern an die Wissenschaft, die es nicht schafft ihre Ergebnisse auch dieser Zielgruppe zu kommuniziern. Vor diesem Hintergrund haben wir eine neue Form der Publikation unserer Ergebnisse gesucht und versucht, unsere Ergebnisse in einem ansprechendem Format mit einer verständlichen Art zu dokumentieren. Leider erweckt diese Stil schnell den Eindruck unwissenschaftlichen Schreibens, worin vielleicht auch der Grund gesehen werden muss, warum das Buch erst drei Jahre nicht veröffentlicht wurde, bis wir es jetzt schliesslich selbst in die Hand genommen haben – dann leider ohne finanzielle Mittel und daher “nur” als eBook.Wir sind dennoch froh, dass das Buch nun erschienen ist und in dieser Form nun vorliegt.
Quellen:
Dehnbostel, P., Molzberger, G. & Overwien, B. (2003). Informelles Lernen in modernen Arbeitsstrukturen. Dargestellt am Beispiel von Klein- und Mittelbetrieben der IT-Branche, Schriftenreihe der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Heft 56, Berlin.
Brüggemann, A., Dehnbostel P. & Rohs, M. (2010). eXtreme working – eXtreme learning? Grenzgänge zwischen Arbeiten und Lernen in der IT-Branche. Münster: Waxmann-Verlag.
Kind & wissenschaftliche Karriere | Die neue Lockerheit
(Wissenschaftliche) Karriere und Kinder sind ein Thema, das sich im Laufe einer Biographie stellt. Der Wissenschaftsbetrieb galt bisher nicht unbedingt als der geeignete Rahmen für Kinder, Initiativen wie Familienfreundliche Hochschulen zum Trotz. Bisher hat man immer beides eher voneinander getrennt: da die Familie, hier die (wissenschaftliche) Karriere. Das Thema Kinder wird meist, wenn überhaupt, im cv noch angehängt.
Dass es auch anders geht, zeigt Prof. Seidl vom Lehrstuhl für Organisation und Management an der Universität Zürich. Auf der Homepage gibt es unter der Rubrik Mitarbeiter eine Auflistung der “Lehrstuhlkinder“, mit Foto und eigenen “Publikationen”. Nun mag der ein oder die andere einwänden, wie sehr dies in die Persönlichkeitsrechte der Kinder eingreife, für mich zeigt es nur, dass es durchaus neben der Wissenschaft auch noch andere Dinge gibt – und dass sich Kind und wissenschaftliche Karrierenicht gegenseitig ausschliessen müssen
PS Ebenso wichtig ist sicherlich auch eine Prise Humor, die man auf der Ehemaligen-Seite bewundern kann. Wissenschaft muss nicht immer trocken und ernst sein – ich würde mir mehr von solchen Websiten an der Uni wünschen.
Social Media@Deutsche Telekom
Seit April bin ich nun im Ausbildungsbereich der Deutschen Telekom beschäftigt. Vorher habe ich – trotz intensiver Beschäftigung mit Enterprise 2.0 – von den Social Media-Aktivitäten des Konzerns relativ wenig mitbekommen. Ich weiss nicht, ob es eine Frage meiner fokussierten Aufmerksamkeit ist, aber seit dem letzten viertel Jahr scheint mir die Telekom doch zu einem der Treiber in diesem Bereich zu gehören – zumindest geht sie mit diesem Thema mehr in die Öffentlichkeit.
Das wohl bekannteste Projekt der letzten Tage ist sicherlich die eEtiquette http://eetiquette.de/ Tolle Idee, die sicherlich – was keiner weiss – auf Oliver Bendel und seine Netiquette 2.0 zurückzuführen ist
Natürlich gibt es die eEtiquette auch bei Facebook und Twitter und nicht nur das: Alexander Derno hat eine Liste von Telekom- und Mitarbeiter-Accounts auf Twitter gesammelt (http://twitter.com/ypoxx/magenta-power), wobei natürlich http://twitter.com/telekom_hilft hervorgehoben werden muss. Aber auch bei Facebook kann man unter We are Deutsche Telekom schauen und bei Xing gibt es eine riesige T-Systems-Community.
Aber auch intern passiert eine Menge, worüber in der Öffentlichkeit recht wenig bekannt ist. Auch ich habe mich als Blogger gefragt, über was man eigentlich berichten darf und da kam dann im letzten Mitarbeitermagazin genau der passende Beitrag mit Guidelines, die regeln, worauf man achten sollte, wenn man über seinen Arbeitgeber im Web herzieht … äh, berichtet Das finde ich einen konsequenten und wichtigen Schritt, wo doch die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben im Web und durch das Web immer mehr verschwimmen. Die Regeln sind eher allgemein gefasst und orientieren sich an den Werten des Konzerns und gesetzlichen Richtlinien. Das halte ich auch für sinnvoll. Es braucht eigentlich keinen anderen Regeln für das Web als die, die auch sonst für das Verhalten und die Kommunikation gelten. Aber es ist wichtig darauf hinzuweisen, dass diese auch für das Web gelten.
Wie in jedem Unternehmen ist sicherlich auch bei der DTAG nicht alles toll, aber wenn ich das mit meinen Uni-Erfahrungen vergleiche, dann muss ich schon sagen: da_geht_was_in_richtung_web20@telekom.de Während ich sonst der Ansicht war, dass die Unternehmen mit wachsenden Ansprüchen an Social Media der Studierenden zu rechnen haben, muss ich nun fast befürchten, dass das Gegenteil der Fall sein kann – also die Unternehmen wachsende Ansprüche an die Studierenden haben. Und vielleicht bewegt sich dann auch was an den Schulen und Hochschulen in Richtung Medienkompetenz, wenn klar wird, dass dies auch zum elementaren Handwerkszeug in der Wirtschaft gehört. Unsere Ausbildung ist jedenfalls ohne den Einsatz digitaler Medien nicht mehr denkbar.
Jean Piaget | Goal of Education
Immer wieder aktuell …
via ZHW-Blog
Stellenangebot im Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Donau-Universität in Krems
Gerne veröffentlichen wir folgendes Stellenangebot, das uns per Mail erreichte:
Zur Verstärkung des Teams im Department für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Donau-Universität in Krems wird ab sofort
ein/e engagierte/r Wissenschaftliche/r Assistent/in für 20 Stunden/Woche gesucht.
Nähere Informationen finden Sie unter:
http://www.peter.baumgartner.name/Members/baumgartner/news/wissenschaftliche-stelle-und-promotion-bei-mir
http://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/plus/02275/index.php
Wir drücken allen Interessenten die Daumen.
Wissenschaftliche Redlickeit – Nachtrag
Ich habe ja hier schon einmal über meinen Artikel zur wissenschaftlichen Redlichkeit berichtet. Soeben erreichte mich von Joachim Wedekind über twitter folgender Film der Uni Bergen, der den Umgang mit Plagiaten thematisiert und einfach klasse gemacht ist, so dass er Studierende, so denk ich, wirklich anspricht – und auf keinen Fall fehlen darf:
Lehrerinnen- und Lehrer(bildung) der Zukunft
Wer mehr über die neue School of Education der TU München und die Lehrerbildung M, die die TU München als Hauptgeschäft der Universitäten sieht, wissen möchte, dem sei dieser Vortrag von Manfred Prenzel empfohlen. Er leitet die Aufgaben und Herausforderungen der Lehrerbildung aus den PISA-Ergebnissen ab (und betont die Hochschuldidaktik für die Lehrerbildung )
Der PISA-Beauftragte Manfred Prenzel interpretiert in seinem Vortrag Ergebnisse der Studie und stellt die School of Education vor, die ihren Studierenden mehr Praxisnähe in der Lehrerausbildung verspricht. Prenzel ist als Gründungsdekan am Aufbau der Fakultät an der TU München beteiligt. Einführung durch Lothar Dittmer, Vorstand der Körber-Stiftung.
Teil 1
Und hier noch Teil 2 der Vollständigkeit halber:
Jürgen Kaube, FAZ, spricht mit dem PISA-Koordinator Manfred Prenzel über die Reform des Lehramtsstudiums und die School of Education an der TU München. Abschließend werden Fragen der Zuhörer im KörberForum beantwortet.
'); //-->Open Study Review | (bildungs)wissenschaftliche Studien gemeinsam sammeln und zugänglich machen
Zusammen mit Gabi und Alex habe ich auf der diesjährigen GMW ein Paper für eine Poster-Session eingereicht. Gabi hat in ihrem Blog schon davon berichtet und auch dankenswerterweise den Preprint zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, ein System aufzubauen, in dem systematisch Studien und Untersuchung der Bildungsforschung gesammelt und verschlagwortet werden können. Dabei liegt der Wert eines solchen Systems unserer Meinung nach sowohl in Forschung als auch in der Lehre: In der Forschung hilft es bei der Recherche von Studien, in der Lehre, vereinfacht gesagt, bei dem Lernen der Beurteilung von Studien. Mehr dazu im Preprint. Ich freue mich sehr darauf, zum einen, das System zusammen mit Alex und Gabi zu entwickeln und zum zweiten dies im Rahmen einer interaktiven Session im September weiter zu diskutieren zu können.
'); //-->Vom Nutzen in der Hochschuldidaktik
An der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik gibt es jährlich im Mai seit ein paar Jahren die Veranstaltung «Maizirkel». Er knüpft bewusst an historische Zirkel vergangener Jahrhunderte an um Zeit und Muße bieten, sich einen Nachmittag lang einem Thema zu widmen, das nicht unbedingt immer auf eine (direkte) Verwertung hin zu bearbeiten ist. Jedes Jahr stellen wir so den Maizirkel unter ein Thema, das letzte Jahr war es das Thema “Anfang”, dieses Jahr war das Thema «Nutzen». Die Beiträge, die dann erbracht werden, sind bewusst Denkanstösse und müssen nicht unbedingt in allen Facetten schon fertig und stringend durchdacht sein, so dass man in einem “geschützten Rahmen” einen “Aufschlag machen”, erste Ideen vorstellen und diskutieren kann.
Nun habe ich mich dieses Jahr zum ersten Mal auch mit einem Beitrag beteiligt. Unter dem Titel «Nutzen – Zentraler Referenzpunkt der Hochschuldidaktik oder Ökonomisierung eines Handlungsfeldes?» habe ich versucht, einmal der Frage der Verbindung zwischen Theorie und Praxis in der hochschuldidaktischen Weiterbildung aufzuspüren. Dabei bin ich im grossen und ganzen noch nicht ganz zufrieden mit der Argumentation und dem Lösungsvorschlag. Aber das sind ja meist die besten Blogbeiträge, gibt es doch so Anlass zur Diskussion und Weiterentwicklung . Hier also meine Gedanken zum Thema Nutzen in der Hochschuldidaktik:
Aus der Diskussion jedenfalls wurde mir schon folgendes klar, mit dem ich den Diskussionsbeitrag meinerseits erweitern würde:
Ist damit der Nutzen zentraler Referenzpunkt? Zentral sicherlich nicht, aber ich würde unterscheiden zwischen dem individuellen und kollektiven, gemeinen Nutzen. Während der individuelle Nutzen nur von den Teilnehmenden beurteilt werden kann und nicht der einzige Referenzpunkt für hochschuldidaktische Aus- und Weiterbildung sein kann, ist für die Hochschuldidaktik eventuell von grösserer Bedeutung der gemeine Nutzen, die Auflösung des “Privaten” oder der “Privatisierung” (vgl. S. 4 im Vortrag) in Lehr- und Lernfragen. Lehren und Lernen an der Organisation der Universität sollte ebenso im Fokus stehen wie die einzelne Lehrveranstaltung. Somit hat sich die Hochschuldidaktik die Nutzenfragen auf zwei Ebenen zu stellen: der des Individuums, aber auch der der Hochschule. Was macht eine Universität als Bildungsorganisation aus? Und welchen Nutzen hat eine Verbesserung des Lehrens und Lernens für die Universität? Hier lohnt es sich aus meiner Sicht, noch ein paar Gedanken zu investieren, was ich gerne zusammen mit unserem Team machen werde.
Mein Name ist Frank Vohle (Impressum s.u.). In meinem Blog halte ich einige Gedanken fest, die sich um die Themen Didaktik, Lernen, Bildung & digitale Medien drehen. Derzeit bin ich in folgenden Organisationen aktiv: