Sammlung von Newsfeeds

Mitten im Einigungsprozess

Gabi Reinmann - Februar 18, 2018 - 05:39

Kritik am Shift from Teaching to Learning und Constructive Alignment? Jetzt? Mitten in einem harmonischen Einigungsprozess? Die Diskussion zum Vortrag letzte Woche an der FU Berlin hat, wie erwartet, gezeigt, dass diese Kritik geeignet ist, Diskussionen auszulösen – vor allem, wenn die Adressaten aus ganz verschiedenen Bereichen stammen. Einige Diskussionspunkte aufgreifend habe ich aus dem Vortrag nun einen neuen Impact Free Artikel gemacht, der online hier zur Verfügung steht.

Open Educational Resources (OER): Qualitätsmerkmale und Qualitätssicherung

scil - Februar 17, 2018 - 09:36
Open Educational Resources (OER) haben seit der Initialzündung am MIT (OpenCourseWare-Projekt ab 2002) an Bedeutung, an Umfang und auch an Akzeptanz gewonnen. Aber es gibt Vorbehalte. An Universitäten geistert das geflügelte Wort umher, dass Lehrpersonen eher noch die Zahnbürste von KollegInnen nutzen würden als deren Veranstaltungsunterlagen… Um Vorbehalte abzubauen und den Austausch bzw. die Nutzung…

Trendmonitor Weiterbildung 2018

scil - Februar 17, 2018 - 09:33
Diese Studie ist aus einer Zusammenarbeit des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, e.V. mit lecturio.de und der HHL Leipzig Graduate School of Management entstanden. Beleuchtet werden sowohl die Anbieterseite zu wissenschaftlich fundierter Weiterbildung (Hochschulen) als auch die Nachfragerseite (Unternehmen). An der Befragung haben sich 184 Hochschulen und 245 Unternehmen beteiligt.     Hier einige Schlaglichter…

Mein Wochenausklang: Kann man Lernmotivation fördern?

Weiterbildungsblog - Februar 16, 2018 - 22:56

Am Mittwoch bin ich in Berlin, auf dem 3. Deutschen Ausbildungsforum, und habe dort ein kleines Zeitfenster, um über Lernmotivation zu diskutieren. Beziehungsweise, wenn alles gut läuft, dann gebe ich anfangs einen kleinen Impuls und der motiviert hoffentlich die Teilnehmer, anschließend mit mir und den anderen zu diskutieren. Schon diese Zeilen deuten an, dass Motivation ein schönes, aber auch vertracktes Thema ist.

Was werde ich in Berlin erzählen? Das große Thema des Forums ist natürlich die „moderne Berufsausbildung“, zu der zweifelsohne auch virtuelle Lernumgebungen gehören. Und nicht erst die großen Online-Kurse mit den ebenso großen Abbruchquoten zeigen uns, dass Motivation etwas ist, über das es sich nachzudenken lohnt. Einerseits sind uns intrinsisch motivierte Lernende am liebsten. Andererseits wollen wir ja die Teilnehmer nicht abschreiben, die es aus anderen Motiven in einen Kurs verschlagen hat.

Im Corporate Learning 2025 MOOCathon stand letztes Jahr eine Kurswoche unter dem Titel: „Wie entstehen aus heutigen Kursteilnehmern die selbstorganisiert Lernenden von morgen?“ Ein Wochentag war der Motivation gewidmet. Und alles drehte sich um die Frage, was hier Corporate Learning eigentlich tun kann, ohne wieder in alte Muster zu verfallen, also Lernende immer wieder zu motivieren. Die Forumsdiskussionen in dieser Woche waren übrigens die intensivsten im ganzen MOOC! Wir hatten in diesem Zusammenhang auch ein paar Themen angestoßen, die es sich zu verfolgen lohnt (wenn man viel Zeit hat …). Zum Beispiel die Figur des Autodidakten, dessen intrinsische Motivation ja niemand in Frage stellt. Oder die Ermöglichungsdidaktik, die ja auch auf den eigenständigen und selbstgesteuerten Lernenden setzt.

Beim Stichwort E-Learning hat man sich lange darauf konzentriert, die Inhalte „motivierend“ zu gestalten. Interaktiv war und ist ein Zauberwort, Storytelling ein anderes, kurze Erklärfilme ein Format, das die Nutzer für nächste Schritte und Taten animieren soll. Motivationsdesign also. Inzwischen gehört die Selbstbestimmungstheorie von Edward L. Deci und Richard M. Ryan zum Handwerkszeug, wenn es um Motivation geht. Auch ich werde in Berlin also aufzeigen, wie man sich mit ihrer Hilfe von der Fixierung auf Lerninhalte und ihre Gestaltung lösen kann. Und von dem Gegensatzpaar von extrinsischer und intrinsischer Motivation.

Um dann werde ich sicher auch bei der Herausforderung landen, die Gabi Reinmann vor einiger Zeit sehr schön beschrieben hat: „Es gehört zu den Antinomien der Pädagogik und Didaktik, dass man Selbstbestimmung zum Ziel hat, aber auf dem Weg dahin allein mit Selbstbestimmung nicht auskommt.“

Monitor Digitale Bildung. Die Weiterbildung im digitalen Zeitalter

Weiterbildungsblog - Februar 16, 2018 - 18:32

Letzte Woche der „Trendmonitor Weiterbildung“, diese Woche der „Monitor Digitale Bildung“. Die Studien geben sich gerade die Klinke in die Hand. Sei’s drum, die vorliegende Arbeit bildet die vierte und letzte Ausgabe des Monitors Digitale Bildung. Nach Ausbildung, Hochschulen und Schulen war jetzt die Weiterbildung an der Reihe. Herausgegeben wurde die Studie von der Bertelsmann Stiftung, durchgeführt vom mmb Institut. Ihre Grundlage bildet eine repräsentative 360°-Befragung, bei der Lernende, Lehrende und Entscheider zu Wort kamen.

Keine Studie ohne „Kernergebnisse“. Mit Blick auf die einzelnen Perspektiven und Kapitel halten die Autor*innen fest:

„1. Lernende: Digitale Weiterbildung geschieht vor allem informell und online zu Hause.“
„2. Angebote und Methoden: Google & Co. laufen traditionellen Anbietern den Rang ab.“
„3. Teilhabe: Sozial Benachteiligte profitieren bisher nicht von digitaler Weiterbildung.“
„4. Lehrende: Dozenten setzen digitale Lernmedien häufig ein, lassen aber noch viel didaktisches Potenzial ungenutzt.“
„5.  Weiterbildungsmarkt: Private Weiterbildungsanbieter sind öffentlich geförderten Anbietern beim digitalen Lernen oft voraus.“

Weitere Ergebnisse, Anmerkungen und interessante Details finden sich in den einzelnen Kapiteln. Zum Beispiel zur Frage, wie man es sich heute erklären kann, dass immerhin 54 Prozent der Befragten angeben, sich nicht entsinnen zu können, in den vergangenen zwölf Monaten „digital“ gelernt zu haben. Und zwar im weitesten Sinne, inklusive YouTube. Dann die Feststellung, dass nur 1 Prozent der Befragten kostenlose Online-Kurse (MOOCs) genutzt haben (okay, das ist jetzt vielleicht nicht so überraschend). Oder der Punkt, dass sich Lernende zwar an die Zugangswege zu Lernangeboten erinnern, zum Beispiel YouTube, nicht aber daran, von wem eigentlich ein Erklärvideo stammt. Offene Lernmaterialien (OER), das zeigen die Ergebnisse, spielen für Lehrende in der Weiterbildung eine, vorsichtig ausgedrückt, untergeordnete Rolle.

Ulrich Schmid (mmb Institut) hat inzwischen bereits eine kurze Lesehilfe zum Monitor veröffentlicht („Digital First in der Weiterbildung?“). Und über die mit dem Titelbild verbundene Botschaft denke ich noch nach …
Ulrich Schmid, Lutz Goertz und Julia Behrens, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), Februar 2018

The secret to great opportunities? The person you haven't met yet | Tanya Menon

TEDTalk - Februar 16, 2018 - 15:53
We often find ourselves stuck in narrow social circles with similar people. What habits confine us, and how can we break them? Organizational psychologist Tanya Menon considers how we can be more intentional about expanding our social universes -- and how it can lead to new ideas and opportunities.

CMP-04: Tabellen, Grafiken und Querverweise

Peter Baumgartner - Februar 16, 2018 - 12:13

Im vierten Teil CMP-04 des Kurses zu Cross Media Publishing setzen Sie die Formatierung Ihres Buches mit einigen speziellen Befehlen fort. Sie lernen "statische" Tabellen und Grafiken mit der Auszeichnungssprache Markdown einzubinden, Bilder für den Webauftritt zu otimieren und Querverweise auf (Zwischen-)Überschriften setzen. Sie werden mit ersten Schwierigkeiten konfrontiert: Standard-Markdown ist nicht immer ideal für komplexere Tabellen und Grafiken. Deshalb werde ich in der nächsten Kurseinheit Alternativen mit RMarkdown und anderen zusätzlichen R-Paketen zeigen. Weiterlesen ...

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Mit mehr Diversität zu einer Universität der Zukunft

Weiterbildungsblog - Februar 16, 2018 - 10:39

Sascha Friesike, Professor für digitale Innovation der Vrije Universiteit Amsterdam, beschreibt in diesem lesenswerten Interview, wie er sich Hochschulen und Lehre vorstellt: das „Four C“-Konzept des Lernens im Blick haben (Critical Thinking, Collaboration, Communication, Creativity); Diversität in der Lehre und im Lehrkörper; Lehrende, die akzeptieren, dass sie nicht alles wissen können; Studierende, die auch mal mit Ideen zur Verbesserung von Kursen auf Dozenten zugehen. Sogar MOOCs haben in diesem Bild ihren Platz:

„Bei MOOCs habe ich erstmal kein soziales System, in dem ich lernen kann. Daher sind die Abbruchraten bei MOOCs auch so hoch. Aber sie können ein wunderbares Werkzeug sein, wenn ich sie mit einem bestehenden sozialen System kopple. Sagen wir mal eine Abteilung in einer Firma möchte sich zu einem bestimmten Thema besser informieren, dann wäre ein MOOC über den man innerhalb der Firma spricht, eine gute Option. Gerade wenn wir das Zauberwort des lebenslangen Lernens in den Ring werfen, werden wir sehen, dass unsere Universitäten das kapazitiv gar nicht könnten. MOOCs und andere Formate sind daher ungemein wichtig.“

Nadine Winter, Interview mit Sascha Friesike, politik-digital.de, 16. Februar 2018

Bildquelle: Alexis Brown (Unsplash) 

Corporate (E-)Learning in Zeiten der digitalen Transformation

Weiterbildungsblog - Februar 15, 2018 - 19:19

Christoph Meier hat einen Beitrag online gestellt, der für das Handbuch E-Learning, herausgegeben von Karl Wilbers, entstanden ist und den er gemeinsam mit Daniela Bäcker und Sabine Seufert (alle Universität St. Gallen/ scil) verfasst hat. Der Artikel stellt eine umfassende Übersicht über ein zeitgemäßes Leistungsportfolio betrieblicher Bildungsdienstleister dar. „Zeitgemäß“ bedeutet, dass Kurse als alleinige Antwort auf alle Qualifizierungsbedarfe schon lange zu kurz greifen. Neben den Standard-Trainings identifizieren die Autor*innen deshalb weitere Modalitäten des Lernens:

– Lernen „On Demand“ mit Bibliotheken und Ressourcensammlungen
– Moderierte Lern- und Reflexionsprozesse im Arbeitsfeld und
– Austausch und Lernen von/ miteinander in selbstorganisierten Gruppen

Anschließend zeigen sie systematisch auf, wie diese unterschiedlichen Lernmodalitäten heute durch digitale bzw. netzgestützte Lernumgebungen, -plattformen und -tools unterstützt werden können.

Was diese Übersicht lesenswert macht: Zum einen habe ich keinen aktuellen Trend oder Begriff entdeckt – von MOOCs, über BarCamps bis WOL -, dem die Autor*innen nicht bereits einen Platz in ihrem Bild von Corporate Learning zugewiesen haben. Zum anderen betten sie ihre Ausführungen in ein umfassendes Geschäftsmodell von Corporate Learning ein. Denn ein erweitertes Leistungsportfolio ist nur die halbe Miete, wenn nicht auch das „Kundenerlebnis“, wenn nicht auch Rollen, Prozesse und Infrastrukturen und nicht zuletzt auch die Ertragsmechanik an die neuen Anforderungen angepasst werden.
Christoph Meier, scil/ Blog, 14. Februar 2018

What are the priorities for L&D in the modern workplace? Our survey says …

Weiterbildungsblog - Februar 15, 2018 - 17:31

„… to see that there is now an increasing interest in non-traditional L&D activities“: Das ist es vor allem, was Jane Hart aus einer Online-Umfrage mitnimmt, zu der sie vor einiger Zeit eingeladen hatte. 173 Personen haben teilgenommen. Nach fünf etwas holzschnittartigen Fragen zur Einstimmung wurden die Teilnehmer gebeten, über die Zeit, die sie in zehn L&D-Aktivitäten investieren, Auskunft zu geben; und zwar mit Blick auf das, was sie heute tun, und das, was sie am liebsten tun würden:

„What Part 2 of this survey shows is that the respondents would like to spend:
– LESS time on classroom training and online courses
– some MORE time on running webinars, designing other types of learning experiences, curation as well as keeping up to date, and
– much MORE time on helping managers develop their teams, and helping individuals learn from daily work and share their knowledge experience – with the most significant increase in work being aimed at helping individuals becoming independent continuous learners.“

Jane Hart, Modern Workplace Learning Magazine, 15. Februar 2018

Fashion that celebrates African strength and spirit | Walé Oyéjidé

TEDTalk - Februar 15, 2018 - 15:58
"To be African is to be inspired by culture and to be filled with undying hope for the future," says designer and TED Fellow Walé Oyéjidé. With his label Ikiré Jones (you'll see their work in Marvel's "Black Panther"), he uses classic design to showcase the elegance and grace of often-marginalized groups, in beautifully cut clothing that tells a story.

3 creative ways to fix fashion's waste problem | Amit Kalra

TEDTalk - Februar 15, 2018 - 15:00
What happens to the clothes we don't buy? You might think that last season's coats, trousers and turtlenecks end up being put to use, but most of it (nearly 13 million tons each year in the United States alone) ends up in landfills. Fashion has a waste problem, and Amit Kalra wants to fix it. He shares some creative ways the industry can evolve to be more conscientious about the environment -- and gain a competitive advantage at the same time.

Why I train grandmothers to treat depression | Dixon Chibanda

TEDTalk - Februar 14, 2018 - 15:59
Dixon Chibanda is one of 12 psychiatrists in Zimbabwe -- for a population of more than 16 million. Realizing that his country would never be able to scale traditional methods of treating those with mental health issues, Chibanda helped to develop a beautiful solution powered by a limitless resource: grandmothers. In this extraordinary, inspirational talk, learn more about the friendship bench program, which trains grandmothers in evidence-based talk therapy and brings care, and hope, to those in need.

Corporate (E-)Learning in Zeiten der digitalen Transformation

scil - Februar 14, 2018 - 10:29
Im Sommer letzten Jahres haben wir einen Fachbeitrag für das von Karl Wilbers herausgegebene Handbuch E-Learning erstellt. Da sich die Veröffentlichung jetzt doch noch etwas hinzieht, stellen wir hier einen Pre-Print zur Verfügung. Die digitale Transformation ist gegenwärtig eine der zentralen Herausforderungen für Unternehmen und Organisationen in verschiedensten Branchen. Neue Technologien ermöglichen und erfordern veränderte…

The surprising ingredient that makes businesses work better | Marco Alverà

TEDTalk - Februar 13, 2018 - 15:53
What is it about unfairness? Whether it's not being invited to a friend's wedding or getting penalized for bad luck or an honest mistake, unfairness often makes us so upset that we can't think straight. And it's not just a personal issue -- it's also bad for business, says Marco Alverà. He explains how his company works to create a culture of fairness -- and how tapping into our innate sense of what's right and wrong makes for happier employees and better results.

The virginity fraud | Nina Dølvik Brochmann and Ellen Støkken Dahl

TEDTalk - Februar 13, 2018 - 15:00
The hymen is still the most misunderstood part of the female body. Nina Dølvik Brochmann and Ellen Støkken Dahl share their mission to empower young people through better sex education, debunking the popular (and harmful) myths we're told about female virginity and the hymen.

EmpaT – Interaktive Coaching Avatare für die Bewerbung

Weiterbildungsblog - Februar 13, 2018 - 09:30

Ein interessantes Projekt: Es geht um eine interaktive 3D-Trainingsumgebung für Bewerbungsgespräche. „Das System erlaubt Bewerbern und Schulungspersonal, die eigenen sozialen und emotionalen Fähigkeiten in einem interaktiven Dialog mit virtuellen Avataren einzuschätzen und zu verbessern.“ Neu ist vor allem die Echtzeit-Analyse sozialer Signale wie Sprache, Mimik, Gestik und Körperhaltung.

Das Projekt heißt EmpaT (Empathische Trainingsbegleiter für den Bewerbungsprozess), wurde vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) in Saarbrücken durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Projektergebnisse wurden in diesen Tagen präsentiert und sind hier in komprimierter Form beschrieben.

Ich habe Werkstattberichte aus diesem Projekt in den letzten Monaten gesehen. Wenn dann über die Möglichkeiten und Auswirkungen solcher Bewerbungsumgebungen diskutiert wurde, ging es immer ganz schnell um reale Bewerbungsgespräche. Dass es sich hier um eine Trainingssimulation handelt, wurde ganz schnell ausgeblendet. Vielleicht sogar zu Recht. Denn ich glaube, hier darf man sich nichts vormachen. Wenn das eine funktioniert, wird das andere kommen. Vielleicht sogar mit dem Argument gleich ablaufender bzw. vergleichbarer Auswahlverfahren (ich wollte zuerst „vorurteilsfreier Prozesse“ scheiben, bis mir wieder einfiel, dass die Avatare und Algorithmen ja nicht vom Himmel fallen …).

Avatar: Guten Tag Herr Langer. Schön, dass sie hergefunden haben. Mein Name ist Sonja Schneider und ich werde mit Ihnen das Bewerbungsgespräch durchführen. Bitte setzen sie sich!
– Bewerber: [setzt sich]
Avatar: Gut. Als erstes würde ich gerne zu Ihrem Lebenslauf kommen. Erzählen Sie mir bitte etwas über sich. Was haben Sie bis jetzt gemacht, was für die ausgeschriebene Stelle wichtig wäre?
– Bewerber: Ich bin 26 Jahre alt und habe nach der Schule eine Ausbildung bei […]
Avatar: Was Sie erzählt haben, haben alle anderen Bewerber auch schon gesagt. Sie haben da jetzt nicht gerade herausgestochen.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI), 9. Februar 2018

Bildquelle: DFKI

Grenzen der Machbarkeit

Gabi Reinmann - Februar 13, 2018 - 04:44

„Es wird Zeit, einen kritischen Standpunkt zum Technologie-Determinismus einzunehmen“ – so einer der einleitenden Sätze von Rolf Schulmeister und Jörn Loviscach in einem Text von 2017 mit dem Titel „Mythen der Digitalisierung mit Blick auf Studium und Lernen“ – online abrufbar hier. Der Anlass: „Die Grenze zwischen populären Darstellungen und ernstzunehmenden Studien zur Digitalisierung verschwimmt in der öffentlichen Wahrnehmung.“ (S. 1) – und nicht nur da, würde ich ergänzen. Der Druck auf die Hochschulen wächst, Digitalisierung zum strategischen Thema zu machen. Allerdings nicht etwa deswegen, weil man erkannt hat, wie wichtig ein wissender und mündiger Umgang mit digitalen Technologien ist, sondern weil wir uns angeblich auf einer Aufholjagd befinden, um international nicht abgehängt zu werden (wovon genau?).

Wie von einem Text, an dem Rolf Schulmeister beteiligt ist, nicht anders zu erwarten, findet der Leser hier eine sorgfältig zusammengestellte Sammlung empirischer Studien und deren Befunde, die dazu geeignet sind, Mythen der Digitalisierung aufzudecken. Die Autoren räumen ein: „Die Unterstützung des Lehrens und Lernens durch digitale Medien kann in der Tat vorteilhaft sein, jedoch nur dann, wenn sie die unterschiedliche Methodologie der Disziplinen berücksichtigt und an die didaktische Umgebung und die sozialen Kontexte und Motivationen der Studierenden angepasst ist“ (S. 13). Sie zeigen das konkret anhand beliebter Beispiele, unter anderem an Flipped Classroom und Clicker Systemen, gehen auf den Einfluss von Anwesenheiten und Smartphone-Nutzung ein, bestätigen letztlich ihre Eingangsthese: „Die heutigen Studierenden sind nicht das, was man sich plakativ als ´Digital Natives´ vorstellt“ (S. S. 5) und resümieren: „Studierende bevorzugen überwiegend die klassischen Lehrmethoden. Obwohl sie in Befragungen häufig zustimmen, wenn es um mehr Vorlesungsaufzeichnungen geht, nutzen nur wenige die Angebote kontinuierlich, die meisten hingegen nur kurz vor den Prüfungen völlig unzweckmäßig. […] Medieneinsatz ist dann am erfolgreichsten, wenn er den Präsenzunterricht ergänzt und nicht ersetzt […]. Es scheint bei den Studierenden eine Obergrenze für die Steigerung der Vielfalt des Medienangebots zu geben“ (S. 13). (zum Thema Digital Natives siehe auch hier).

Alle, die glauben, dass der Sachzwang zum Handeln und das Risiko, als „Old School“ zu gelten, schon zu groß sind, um auch nur eine kritische Frage zu stellen, aber auch alle, die meinen, dass jetzt die Zeit für umfangreiche Formen der institutionellen Steuerung von Lehre dank der Digitalisierung reif ist, sollten den Satz der Autoren gegen Ende des Textes ein wenig auf sich wirken lassen: „Lehren und Lernen mit ihrer Charakteristik von komplexen motivationalen Wechselwirkungen, kognitiven und sozialen Rückkoppelungen und Effekten setzen einer strukturellen Digitalisierung der Hochschulen deutliche Grenzen der Machbarkeit“ (S. 14).

Die Siegerprojekte des eLearning AWARD 2018

Weiterbildungsblog - Februar 12, 2018 - 18:32

Die eLearning Awards 2018, das sind, wenn ich richtig gezählt habe, 63 Kategorien und 63 Siegerprojekte, die von der Jury des eLearning Journals ausgezeichnet wurden. Über die Jury selbst und die Kriterien des Awards habe ich nichts gefunden, und die Kategorien sind alphabetisch geordnet. Mehr kann ich ihnen nicht ablesen.

Was findet man also? 63 kurze Fallbeschreibungen, nicht sehr lesefreundlich, aber man kann schnell die Liste der Unternehmen und ihrer Umsetzungspartner überfliegen und eintauchen, wo man halt hängenbleibt. Die Fallbeschreibungen decken ein breites Spektrum an Lösungen ab: Es reicht von den „Klassikern“, also LMS, WBTs und Assessments, bis zu aktuellen Stichworten wie „adaptiv“, „augmented“, „micro“, „gamification“ und „apps“. Zum Stöbern.
eLearning Journal, 2018

Capitalism isn't an ideology -- it's an operating system | Bhu Srinivasan

TEDTalk - Februar 12, 2018 - 15:43
Bhu Srinivasan researches the intersection of capitalism and technological progress. Instead of thinking about capitalism as a firm, unchanging ideology, he suggests that we should think of it as an operating system -- one that needs upgrades to keep up with innovation, like the impending take-off of drone delivery services. Learn more about the past and future of the free market (and a potential coming identity crisis for the United States' version of capitalism) with this quick, forward-thinking talk.

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